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Savannah Katze

Die wilden Vorfahren der Savannah Katze kann man nicht nur deutlich sehen, sondern auch am Verhalten ablesen. Hier erfahren, was du bei der Haltung beachten solltest!

Herkunft & Geschichte der Savannah Katze
Die Savannah wurde mit dem Wunsch gezüchtet, eine Rassekatze zu schaffen, die das natürlich-wilde Aussehen ihrer Vorfahren, aber den Charakter einer domestizierten Hauskatze besitzt. Schaut man sich das heutige Ergebnis an, würde ich sagen, das ist in jedem Fall geglückt. Dabei war die Zucht gar nicht so leicht…

Ein erster Wurf gelang der US-amerikanischen Bengal-Züchterin Judy Frank im Jahr 1980. Sie hatte einen Serval, eine afrikanische Wildkatze, mit einer Siamkätzin gepaart – es entstand ein wunderschönes Kätzchen. Als die Züchterin Joyce Srouve von dieser neuen Kreuzung und dem tollen Ergebnis erfuhr, war sie sofort begeistert. Sie wollte sich dieser Zucht ebenfalls widmen und begann 1989 mit dem Zuchtprogramm. Allerdings blieben ihre Mühen jahrelang erfolglos. Vielleicht lag es an den erschwerten Bedingungen, schließlich ist ein Serval ungefähr zweieinhalb mal so groß wie domestizierte Hauskatzen und die Haltung unterliegt einigen Auflagen, da er unter Artenschutz steht. Vier Jahre später (1993) gelang ihr dann endlich der erste Wurf und im Folgejahr (1994) konnte sie sich gleich über vier Würfe freuen. Durch den wiederholten Erfolg bei der Zucht von F1-Generationen, war der Grundstein für die neue Rasse gelegt. Die Savannah Katze war also geboren.

Anerkannt wurde die Rasse im Jahr 2001 von der TICA (The International Cat Association). Die genetische Registrierungsorganisation zählt auf der ganzen Welt hunderte Vereine und tausende Mitglieder.

Das größte Problem, vor dem die Züchter bei der Etablierung der neuen Rasse standen, war, dass die männlichen Nachkommen alle steril waren. Sie konnten sich also nicht fortpflanzen – und das zum Teil bis zur vierten Generation (F4). Man versuchte daher verschiedene Rassekatzen aus und kreuzte den Serval unter anderem mit Bengalen, Ägyptisch Mau und der Orientalisch Kurzhaar oder aber man kreuzte erneut einen Serval ein. Heute werden keine anderen Rassen mehr eingekreuzt, weil die Zuchtbasis nun glücklicherweise groß genug ist und es ausreichend fruchtbare Savannah Kater gibt.

Die Generationen F1-F5
Da es sich bei der Zucht um eine Kreuzung einer domestizierten Hauskatze und Wildkatze handelt, zählt die Savannah bis zur Generation F4 als Hybrid. Das bedeutet, dass sie auch dem Artenschutz unterliegt und dass Halter einer Savannah bestimmte Schutzbestimmungen und Auflagen erfüllen müssen. Diese sind jedoch von Staat zu Staat und von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich. Wenn du einer Savannah ein neues Zuhause geben möchtest, solltest du dich daher beim zuständigen Veterinäramt schlau machen. Erst ab Generation F5 wird sie den Hauskatzen zugeordnet und kann ohne Meldepflicht Zuhause einziehen.

Die Bezeichnungen F1-F5 geben an, wie hoch der Wildblutanteil beim Tier ist. Die F1 Generation ist ein direkter Nachfahre von Wildkatze und Rassekatze. Der Wildblutanteil nimmt wie folgt von Generation zu Generation ab:

  • F1: 50% Wildblutanteil
  • F2: 25% Wildblutanteil
  • F3: 12,5% Wildblutanteil
  • F4: 6,25% Wildblutanteil
  • F5: 3% Wildblutanteil

Aussehen der Generationen
Infolge des unterschiedlich großen Wildblutanteils zwischen den Generationen ergeben sich bezüglich der Gewichts- und Größenangaben ebenfalls relativ große Spannweiten. So sind Savannah Katzen der F1 Generation deutlich größer und schwerer als die Nachfolgegenerationen. Die F1-Katzen werden bis zu zweieinhalb Mal größer als Hauskatzen, erreichen eine Schulterhöhe von rund 45 cm und werden bis zu 1,20 m lang. Die F1-Kater können bis zu 12 kgn(Ausnahmen auch 14 kg) schwer werden, Kätzinnen bewegen sich bei 8 kg. Ausgewachsen sind Savannahs erst mit ca. 3 Jahren.

Zum Vergleich: Generationen mit einem geringen Wildblutanteil werden zwischen 4,5 kg (Kater) und 3,5 kg (Katzen) schwer – und bewegen sich damit im Normalbereich von Hauskatzen.

Auch wenn die Savannah Katze (F1-F2) zu den größten Rassekatzen zählt, wirkt sie alles andere als schwerfällig. Sie hat einen langen und schlanken Körperbau, der dank ihrer Serval-Vorfahren trotzdem äußerst athletisch und muskulös ist. Ihre Beine sind lang, ihre Pfoten vergleichsweise klein und ihr Schwanz reicht im Idealfall nur bis zum Sprunggelenk der Beine und ist damit eher kurz.

Sie besitzt zudem einen langen Hals auf dem ihr verhältnismäßig kleiner, keilförmiger Kopf liegt. Ihre „normal großen“ Augen sind mandelförmig und leuchten in den Farben grün oder gold. Die Ohren dagegen sind ein echter Hingucker und lassen an der Verwandtschaft mit dem Jäger Serval keinen Zweifel. Sie sind also recht groß, sitzen hoch am Kopf und zeigen nach vorn. Die Ohren sind aber nicht nur bezüglich ihrer Größe ein Erkennungsmerkmal der Savannah. Sie weisen zudem den so genannten „Wildfleck“ auf, ein heller daumengroßer Tupfer auf der Ohrenrückseite, den sie ebenfalls vom Serval mitbekommen hat.

Auch das Fell bezüglich Farbe und Struktur ist ihren Vorfahren sehr ähnlich. So zählt die Savannah Katze zu den Kurzhaarkatzen. Die Grundfarbe des Fells ist golden bis beige und weist auffällige dunkle (schwarz oder dunkelbraune) Tupfen auf. Der Bauch ist meist heller. Ihr Gesicht hat zudem vom Auge wegführende dunkle Tränenstreifen. Die Kitten weisen die kontrastreichen Zeichnungen meist noch nicht auf, sie entwickeln sich erst.

Charakter der Savannah
Was das Verhalten der Rassekatze angeht, verhält es sich ähnlich wie beim Äußeren. Je näher die Savannah Katze am Serval dran ist (je höher der Wildblutanteil), umso mehr Eigenschaften hat sie auch von der Wildkatze. Das gilt besonders für die F1 und F2 Generationen. Es gibt also zum Teil doch auch sehr große charakterliche Unterschiede zwischen den Tieren – sie lassen sich nicht alle über einen Kamm scheren.

Allerdings kann man in jedem Fall sagen, dass Savannahs sehr temperamentvolle, verspielte, aktive und sehr freundliche Wesen sind. Sie besitzen unter anderem eine extreme Sprungkraft, aus dem Stand heraus sind Höhen von 2,5 m durchaus möglich. Sie brauchen demnach sehr viel Platz, Klettermöglichkeiten und Beschäftigung, um sich auspowern zu können. Die meisten lieben darüber hinaus das Apportieren und andere Spiele, bei denen sie intellektuell gefordert werden.

Sie gehören zudem zu den Rassekatzen, die Angst vor Wasser einfach nicht kennen. Wo auch immer sie Wasser finden, spielen sie damit und planschen darin. Die gemeinsame Dusche mit Frauchen oder Herrchen ist beispielsweise eine tolle Gelegenheit. Einige Katzen schrecken nicht mal vor der Badewanne zurück und tauchen sogar. Hier sollte man daher beim Einlassen von heißem Wasser vorsichtig sein!

Aufgrund ihrer wilden Vorfahren könnte man vermuten, sie seien eher Eigenbrötler. Dem ist aber nicht so – ganz im Gegenteil. Savannah Katzen sind äußerst soziale Tiere, die vor allem auch zu ihren Menschen eine sehr enge Bindung aufbauen. Infolge ihres ausgeprägtes Sozialverhaltens sowie ihrer Loyalität werden sie häufig mit Hunden verglichen. Viele laufen ihren Menschen ständig hinterher, weil sie uns sozusagen als „Rudelführer“ sehen. Ein besonderes Merkmal ist das Köpfchengeben, mit dem sie ihre Vertrauenspersonen oder auch andere Katzen begrüßen. Manchmal werfen sie sich auch übermütig auf einen, um einen zum Spielen aufzufordern. Sie weiß in jedem Fall wie sie sich die Aufmerksamkeit holt, die sie braucht.

Außerdem kann man bei vielen Vertretern dieser Rasse beobachten, dass sie ihr Fell am Rücken und Schwanz aufstellen, wenn sie Freude empfinden. Des Weiteren verfügt sie über ein breites Repertoire an Lauten und Miau-Formen, die sie in verschiedenen Lautstärken situationsgebunden einsetzt. Einige miauen wie andere Hauskatzen, andere zirpen oder fauchen – diese Laute haben sie auch vom Serval.

Die Savannah kommt super gut mit Artgenossen klar, egal welcher Rasse. Eine Zweitkatze sollte auch Bedingung sein, sie braucht unbedingt einen Partner, weil sie sich sonst langweilt und allein fühlt. Dabei sollte man beachten, dass man entweder einen Savannah-Kumpel dazuholt oder aber eine ebenso temperamentvolle Katze, die mit dem Wildfang mithalten kann. Außerdem versteht sich Rasse auch gut mit Hunden und Kindern.

Besonderheiten bei der Haltung
Die Savannah ist sehr anspruchsvoll und daher – das gilt zumindest für die ersten Generationen – nicht für Katzenanfänger geeignet. So gibt es einerseits bei der Haltung einiges zu beachten und andererseits braucht sie viel Aufmerksamkeit. Deshalb ist sie genauso wenig eine Katze für alleinstehende Workaholics. Am wohlsten fühlt sie sich in einem Zuhause, das sehr lebendig ist, wo stets jemand da ist, der sie bespaßen kann. Außerdem ist, wie oben bereits erwähnt, eine Zweitkatze unerlässlich.

Nicht zu unterschätzen sind zudem diese zwei Faktoren:

  1. Die Savannah Katze zählt zu den teuersten Rassen weltweit. Ihr Preis schwankt je nach Wildblutanteil und bewegt sich zwischen 2.000 und 12.000 Euro. Wobei sterile Kater der Generation F3 und F4 am günstigsten sind. Von Angeboten darunter möchte ich an dieser Stelle abraten. Meist handelt es sich nicht um echte Savannahs oder sie werden zu nicht vertretbaren Bedingungen gezüchtet oder sie sind krank.
  2. Der zweite Punkt betrifft den bürokratischen Aufwand. Die Rasse ist bis zur F4 Generation meldepflichtig und es gelten bestimmte Auflagen. Hierzu sollte man sich beim Veterinäramt schlau machen.

Freigang muss sein
Die Savannah Katze benötigt zudem vielfältige Klettermöglichkeiten und Freigang. Wie viel ist von der Generation abhängig. Während die F1 und F2 Generationen auf jeden Fall einen großen Außenbereich, beispielsweise ein großzügiges Freigehege oder einen geschlossenen Garten benötigen, würden sich F3 und Generationen darüber mit einem Balkon zufrieden geben.
Hinweis: Diese Rassekatze sollte NICHT als Freigänger gehalten werden. Auch wenn das jetzt komisch klingt, aber ihr ausgeprägtes Jagdverhalten könnte wirklich zu Problemen in der Nachbarschaft führen. Zum einen sind ihr andere Katzenrassen einfach unterlegen und zum anderen könnte sie sich an den Vögeln oder Fischen des Nachbarn bedienen. Hinzu kommt, dass die Katze nachtaktiv ist. Wer mag und ein wenig Zeit für das Training aufbringt, kann die Savannah aber an Geschirr und Leine gewöhnen.

Was man ebenso wissen sollte, ist, dass diese Rasse nicht selten ein Problem mit dem Katzenklo hat. Selbst, wenn man sie von Anfang an, an das Katzenklo gewöhnt, kann es passieren, dass sie sich auch woanders entleert. Hinzu kommt, dass auch das Kastrieren keine Garantie dafür ist, dass sie dann kein Markierverhalten mehr zeigt. Leider.

Ernährungswünsche
Auch bezüglich des Futters ist die Savannah anspruchsvoller als manch andere Katze. Insbesondere die ersten Generationen sollten nicht mit industriellem Nassfutter, sondern mit Rohfutter gefüttert werden. Das heißt, bei dieser Rasse bietet sich in jedem Fall BARFen an. Man sollte sich aber zuvor ausführlich mit dem Züchter zusammengesetzt haben und vielleicht einen Tierarzt zurate ziehen, welche Zusammensetzung für das Wohlbefinden nötig ist.

Besonderheiten bezüglich Gesundheit
Die Rasse ist eine robuste und widerstandsfähige Katze, über die keine besonderen Krankheiten bekannt sind. Allerdings sollte man beim Impfen beachten, dass sie nur mit Todimpfstoffen geimpft werden darf.

Du hast gemerkt, die Savannah Katze ist nichts für dich? Hier geht´s zu den anderen Katzenrassen, wo du sicher die richtige Rasse für deine Bedürfnisse findest!

Quelle

Die F1 – F4 Savannah – nichts für jedermann!
Savannah-Katzen der höheren Filialgenerationen (F1-F4) fallen als Hybriden unter das Artenschutzgesetz. Wer sich für diese Rasse interessiert, muss sich mit den verschiedensten, behördlichen Auflagen und Schutzbestimmungen auseinander setzen. Erst ab der 5. Generation (F5) gelten die Savannahs als domestiziert und unterliegen keiner Meldepflicht mehr.

Ursprung
Entstanden ist die Savannah-Katze aus einer Verpaarung zwischen einer Siam-Katze und einem Serval-Kater. Servals sind mittelgroße, afrikanische Wildkatzen, die zur Ordnung der Raubtiere gezählt werden. Angesichts der Kreuzung zwischen Haus- und Wildkatze, gehört die Savannah – bis zur 4. Generation – zu den Hybridrassen. Die erste erfolgreiche Paarung gelang erst 1980. Zehn Jahre später glückte Joyce Srouve, eine langjährige Züchterin von exotischen Katzen, die wiederholte Zucht von F1-Generationen (50% Wildblutanteil). Eine neue faszinierende Rassekatze war geboren.

Aussehen
Das Aussehen der Savannah erinnert sehr stark an das grazile und royale Äußere einer afrikanischen Wildkatze. Tiere der F1 Generation erreichen die zweieinhalbfache Größe normaler Hauskatzen, dabei  können männliche Tiere bis zu 14 kg schwer werden. Mit einer durchschnittlichen Schulterhöhe von 35cm – 45cm zählen sie zu den größten Zuchtkatzen. Ihre endgültige Größe erreichen sie im dritten Lebensjahr.

Die Savannah ist mit allen optischen Merkmalen eines Raubtieres ausgestattet. Besonders arttypisch ist ihr athletischer Körperbau mit langen Beinen und einem kraftvollen Schwanz, der sie zu einer eleganten Springerin und Läuferin macht. Auch der markante, lange Hals der zu einem eher kleineren Kopf mit dafür umso größeren Ohren führt, ist ein deutliches Merkmal für einen erfolgreichen Jäger. Das wilde Erscheinungsbild bleibt auch bei Savannah-Katzen niederer Filialgenerationen erhalten, jedoch nimmt die Größe mit jeder weiteren Generation ab, bis schließlich ab der 5. Generation eine normale Hauskatzengröße erreicht ist.

Wesen
Savannah-Katzen sind treue Lebensgefährten mit einem nicht zu unterschätzendem Wildblutanteil. Vorab ist nochmals zu erwähnen, dass das wilde Wesen mit jeder Generation abnimmt, man aber noch bis zur 4. Generation von einem Hybriden spricht, der einiges an Erfahrung und Zeit von seinem Halter abverlangt.

Im Allgemeinen ist die Savannah eine gesellige Katze mit einem ausgeprägten Sozialverhalten, welches sie für eine Einzelhaltung ungeeignet macht. Vergesellschaften lässt sie sich mit jeder Rasse, dennoch sollte man bei der Wahl eines geeigneten Spielgefährten einiges beachten. Zum Beispiel sollte er mindestens vergleichbar gesellig und temperamentvoll sein. Gut geeignet sind Bengalen oder Abessinier. Ruhigere Rassen wie die BKH könnten von dem impulsiven Verhalten verschreckt werden.

Am liebsten verbringt sie ihre Zeit im Freigehege, wo sie ihre Kletter- und Sprungkünste unter Beweis stellen darf. Da sie sehr gerne mit Wasser spielt, würde ihr ein kleiner Teich sicher gut gefallen. Auch im Haus stellt sie ihre Talente zur Schau. Ist sie vom Jagdfieber betroffen, so kann es auch einmal vorkommen, dass etwas zu Bruch geht oder das Mobiliar in Mitleidenschaft gezogen wird. Generell und mit etwas Ausdauer kann man eine Savannah aber sehr gut erziehen.

Nachts sollte man sie besser im Freigehege lassen, da sie nachtaktiv ist und Sie sicher nicht zur Ruhe kommen lassen würde. In unserer Region, mit durchaus kalten Wintern, ist es üblich ein sogenanntes Warmhaus zu errichten. So können Sie auch in der kalten Jahreszeit beruhigt schlafen.

Gesundheit
Für ein gutes Wohlbefinden einer Savannah, spielt die richtige Ernährung eine große Rolle. Auf Katzenfutter aus der Dose sollte verzichtet werden. Die Basis einer ausgeglichenen Ernährung ist die biologisch artgerechte Rohfütterung (BARF). Hierbei wird dem Tier ein hoher Anteil an tierischen Proteinen zur Verfügung gestellt. Da Katzen reine Fleischfresser sind, ist eine vollwertige Rohfütterung, das heißt inklusive Magen- und Darminhalt möglich, wenn nicht sogar erstrebenswert. Eintagsküken, Futtermäuse, Wachteln und Fische sollten auf jeder Speisekarte für Savannah-Katzen zu finden sein. Auch notwendige Enzyme, Vitamine und Mineralien werden mit dem Magen- und Darminhalt sowie Haut und Haar geliefert.

Haltung
Die Savannah ist nichts für jedermann! Eine Savannah-Katze muss von Kindesbeinen an sozialisiert werden. Umso ausgiebiger man sich mit dem Kitten beschäftigt, desto umgänglicher wird die erwachsene Katze sein. Wer sich für eine Savannah interessiert, der sollte nicht auf eine Schoßkatze hoffen.

Im Wesen ähnelt sie einem Hund. Sie ist äußerst Besitzerbezogen und wird Sie auf Schritt und Triff verfolgen. Für sie sind Sie der „Rudelführer“! Ein Leben ohne Sie, wäre eine Qual für das treuherzige Tier. Sie sollten sich daher hundertprozentig sicher sein, dass Sie ihr auf Lebensdauer zur Seite stehen. Mir Veränderungen in ihren Umfeld, kann die Savannah nur schwer umgehen. Bestmöglich sollte sie nur in Privathäusern gehalten werden um eventuelle Umzüge auszuschließen.

Ein Garten kann zum Freilauf an der Leine genutzt werden. Bieten Sie ihr unbedingt einen großen und artgerechten Außenzwinger mit Hauszugang und Warmhaus, in dem sie ihren Bewegungsdrang ausleben kann. Jagd-, Versteck- und Apportierspiele sollten zum täglichen Spielprogramm gehören.

Bedenken Sie, dass für die Haltung der höheren Generationen (F1 – F4) behördliche Auflagen gelten, die unbedingt eingehalten werden müssen. Informieren Sie sich hierzu bei ihrem Züchter, Amtsveterinär sowie der zuständigen Naturschutzbehörde.

Pflege
Die Pflege bedarf keines großen Aufwands. Alles Nötige erledigt sie selbst. Regelmäßige Tierarztbesuche verstehen sich – bei einem stolzen Anschaffungspreis von bis zu 12.000 Euro – von selbst.

Farben und Fellzeichnungen
Auffällig sind die typischen „Wildtupfen“, die meist in schwarz auf beigem, goldenem oder silbernem Grundfell gesetzt sind. Die Brust und der Bauch sind in der Regel heller gefärbt. Bei Kitten ist der Kontrast von Tupfen und Grundfell noch wenig ausgeprägt. Erst nach eineinhalb Jahren hat sich die Zeichnung und Färbung vollständig entwickelt. Einige besonders schöne Exemplare zeigen dunkle Trennlinien auf der Rückseite ihrer hellen Ohren, die das Wildkatzenaussehen zusätzlich hervorheben.

Quelle

Sie haben das Talent, Türen zu öffnen. Selbst umgedrehte Schnallen sind für die cleveren Tiere eine schnell gelöste Aufgabe. Mit ihrer ausgeklügelten Jagdfähigkeit und der angeborenen Intelligenz stellt die wilde Hauskatze, die man auch Savannah nennt, ihre Artgenossen in den Schatten.

Eigentlich kein Wunder: Schließlich schlummert in den eleganten Samtpfoten die Seele einer echten Wildkatze. Wie sich das auswirkt und wie man eine Savannah-Katze richtig hält, hat NEWS für Sie herausgefunden.

Die Erben der Wildkatze
Die anmutigen Tiere entstanden durch die Kreuzung von Servalen einer afrikanischen Wildkatzenart mit unterschiedlichen Hauskatzenrassen. Die erste Verpaarung gelang 1980. Seitdem zahlen Liebhaber Rekordpreise für ausgewählte Tiere.

Savannah ist aber nicht gleich Savannah. Während der Wildblutanteil der
Erstgeneration (F1) bei 53 Prozent liegt, sinkt er bei den nachkommenden Generationen deutlich ab. In der vierten Generation (F4) liegt er nur noch bei sechs Prozent. Diese Generation unterscheidet sich vor allem optisch von anderen Hauskatzen und ist wesentlich kleiner und leichter als die direkten Vorfahren.

Aber auch Verhalten und Bedürfnisse ändern sich über die Generationen. So ist es sprichwörtlich für die Katz, Tieren der ersten Generation Fertigfutter vorzusetzen. Sie akzeptieren lediglich Frischfleisch. Erst die vierte Generation weiß Fertiggerichte zu schätzen. F4-Tiere sind darüber hinaus die ersten, die laut Gesetz Freigang haben dürfen. Auch der Kaufpreis variiert: Während F1-Tiere stolze Liebhaberpreise von bis zu 22.000 Euro erreichen, ist eine Katze der vierten Generation bereits um 900 bis 1.500 Euro zu haben.

Verspielte Wasserratten
Savannahs sind lebhafte Tiere, die viel Beschäftigung brauchen. In den ersten zwölf bis 14 Lebensmonaten sind sie äußerst verspielt. Erst nach der Pubertät erwacht die Wildkatze in ihnen. Am besten baut man also gleich zu Beginn eine Beziehung auf (Prägezeit). Übrigens sind die Tiere im Gegensatz zu anderen Katzen richtige Wasserratten, die auch vor Badewanne und Dusche keinen Halt machen.

Savannahs können bis zu 20 Jahre alt werden. Werden sie früh daran gewöhnt, sind sie auch mit anderen Katzen, Hunden und Kindern sehr gut verträglich. Ihr Fell ist pflegeleicht, sie verlieren kaum Haare. Ohren und Augen sollten regelmäßig gereinigt werden. Spannend: Ihre Lernfähigkeit erinnert an Hunde. So kann man den Tieren etwa das Apportieren von Gegenständen beibringen. Vor allem bei den ersten Generationen ist ein Außengehege nötig und gesetzlich vorgeschrieben. Savannahs sind weder hitze- noch kälteempfindlich und können sogar draußen uüberwintern.

Keine Katzenrasse für Anfänger
Expertin Denise Seidl über die Savannah

NEWS: Welche Besonderheiten muss man bei der Haltung von Savannahs beachten?
Denise Seidl: Die stattliche Größe, den Wildtieranteil und den Jagdinstinkt der Tiere darf man keinesfalls unterschätzen. Nicht nur die ersten drei Generationen benötigen von den Katzentoiletten bis zum Außengehege deutlich mehr Platz als andere Katzen. Kann kein kontrollierter Freilauf geboten werden, muss der Bewegungsdrang anderweitig erfüllt werden.

NEWS: Ist die Rasse anfängertauglich?
Denise Seidl: Nein, Savannahs sollten ausschließlich von sehr erfahrenen Katzenliebhabern gehalten werden. Die Tiere brauchen viel Beschäftigung, klare Grenzen und Kontakt zu Artgenossen. Lernen Jungtiere beispielsweise keine Beißhemmung, kann es durch die Kraft und Größe der Katzen zu ernsthaften Verletzungen kommen.

NEWS: Wie sehen Sie den anhaltenden Trend zu großen, exotischen Rassen?
Denise Seidl: Wie bei allen neuen Katzenrassen fehlen auch bei der Savannah Langzeiterfahrungen bei Zucht und Haltung. Die beeindruckende Rasse entspricht dem Wunsch vieler Besitzer nach einem möglichst wilden Heimtier. Werden die Bedürfnisse dieses Raubtieres nicht beachtet, sind Probleme vorprogrammiert.

Quelle

Steckbrief

  • Größe: groß
  • Gewicht: Katze: 3,5 – 8 kg; Kater: 4,5 – 12 kg
  • Felllänge: Kurzhaar
  • Fellfarben: schwarz, Schwarz-getupft, rauchfarben, schwarz-silber-getupft
  • Augenfarbe: alle Farben
  • Ursprungsland: USA

Charakteristika

  • Bewegungsdrang: hoch
  • Lautstärke: mittel
  • Pflegeaufwand: gering
  • Zeitaufwand: hoch

Aussehen
Zuchtziel bei der Savannah Cat ist eine Katze die möglichst dem wilden Ahnen dem Serval (leptailurus serval) gleichen soll, aber über ein wohnzimmertaugliches Temperament verfügt. Der Gesamteindruck der Savannah ist der einer großen, schlanken, anmutigen Katze mit auffälligen großen dunklen Tupfen auf einem kontrastierenden Untergrund. Savannah Katzen haben einen lang gestreckten, schlanken aber dennoch muskulösen Körper der auf hohen Beinen ruht. Der Hals ist lang der Kopf im Verhältnis zum Körper eher klein. Auffallend sind die extrem großen hoch am Kopf platzierten Ohren, die im Idealfall auf der Ohrrückseite einen hellen Daumenabdruck, auch Wildfleck oder Ocelli genannt, aufweisen. Der Schwanz der Savannah Cat sollte möglichst kurz sein und nicht weiter als bis zum Sprunggelenk der Katze reichen.

Wesen und Charakter
Die Savannah ist eine sehr temperamentvolle, aktive und selbstbewusste Rasse. Um glücklich zu sein benötigt sie ein großzügiges Lebensumfeld und viel Beschäftigung. Viele Savannahs apportieren gerne, sie gehen eine enge Bindung zu ihrem Menschen ein, was aber nicht dazu verleiten sollte sie einzeln halten zu wollen. Mindestens eine temperamentvolle Zweitkatze ist Pflicht, damit sich die intelligenten und sozialen Katzen nicht langweilen. Für Wasser haben Savannahs in der Regel eine für Katzen ungewöhnliche Vorliebe. Mit dem Pfoten im Wasser planschen, das tun fast alle. Manche Exemplare begleiten ihre Menschen unter die Dusche oder statten gar der Badewanne einen Besuch ab. Einige Savannahs stellen, wenn sie sich freuen, das Fell an Rücken und Schwanz auf, ähnlich wie es der Serval tut. Die Ohren bleiben dabei in der normalen nach vorne gerichteten Position. Die ersten beiden Generationen fauchen deutlich häufiger, als die durchschnittliche Hauskatze, das ist aber meist gar nicht so gemeint, sondern einfach ein Zeichen für Aufregung, die auch durch Freude hervorgerufen sein kann. Begrüßt die Savannah eine Mitkatze, oder einen Menschen der ihr besonders vertraut ist, geschieht das nicht selten durch intensives „Köpfchengeben“. Schenkt der Mensch der Katze nicht die ihrer Meinung nach gebotene Aufmerksamkeit, bedienen sich viele Savannahs eines kleinen Liebesbisses um wieder im Mittelpunkt zu stehen.

Haltung und Pflege
Savannah ist nicht gleich Savannah. Je nach Filialgeneration (siehe unten) stellen Savannahs unterschiedliche Ansprüche an die Haltung. Eine F1 oder F2 braucht zwingend ein Freigehege zum großzügig bemessenen Wohnraum um glücklich zu werden. Ab der F3 ist eine Haltung in der nicht zu kleinen Wohnung mit gesichertem Balkon oder Terrasse möglich, Ab der F5 besteht eigentlich kein Unterschied mehr im Vergleich zur Haltung einer temperamentvollen andern Katzenrasse. Viele Savannahs gehen auch gerne mit Geschirr und Leine nach draußen und genießen die „kleine Freiheit“ mit ihrem Menschen. Für unkontrollierten Freilauf sind Savannah Katzen aber völlig ungeeignet, da sie einen starken Jagdtrieb haben. Dies sollte man auch beachten, wenn man Kleinnager, Vögel oder Fische im Heim beherbergt. Für diese ins Beuteschema fallenden Tiere müssen „Savannahfreie“ Räumlichkeiten geschaffen werden. Mit Hunden anderen Katzen und auch mit Kindern gibt es dagegen keine Probleme. In der Ernährung sind insbesondere die ersten Generationen recht anspruchsvoll. Sie sollten mit Rohfutter und Frischbeute ernährt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Züchter, er wird Sie entsprechend beraten. Aufgrund der Größe, Sprunggewaltigkeit und Aktivität der Savannah müssen Klettermöglichkeiten besonders groß und stabil gewählt werden. Liebhabertiere beiderlei Geschlechts sollten zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat kastriert werden, damit es nicht zu unerwünschten Markierverhalten kommt.

Krankheitsanfälligkeiten
Durch den wirklich großen Genpool und die Einbeziehung des Servals dürfte es zu begründen sein, dass die Savannah bislang eine sehr gesunde und wirklich frohwüchsige Katzenrasse („hybrid vigor“) ist. Rassetypische Krankheiten sind bislang nicht bekannt. Bei den Impfungen sollte man insbesondere bei den Anfangsgenerationen darauf achten nur Totimpfstoff zu verwenden. Lebendimpfstoffe oder modifiziere Lebendimpfstoffe sind tabu. Fragen Sie im Zweifel vor einer Behandlung der Katze Ihren Züchter, welche Präparate sich als Savannah-verträglich erwiesen haben.

Herkunft und Geschichte
Bereits 1980 gelang bei Judy Frank in den USA die erste Verpaarung von einem Serval mit einer Siamkätzin; das bildhübsche Ergebnis hieß nach Quellenangaben „Surprise“. Manch anderer behauptet, sie hätte bereits den Namen „Savannah“ getragen und wurde in andere Hände abgegeben. Joyce Srouve von A1-Savannahs brachte die Rasse erst so richtig in Schwung, denn ihr gelang mehrfach, was man eigentlich nicht für möglich hält, wenn man den Größenunterschied von einer Hauskatze und einem Serval betrachtet. Die ersten F1-Generationen wurden geboren und alle, die ein solches Juwel zu Gesicht bekamen, waren begeistert. Schnell fanden sich in Amerika und Kanada Mitstreiter die das Zuchtprogramm unterstützten und mit weiteren Servalen neue Linien begründeten. Nachdem ursprünglichen Habitat (Lebensraum) des Serval wurde die Rasse „Savannah“ genannt. Als Outcross (nötig wegen der Sterilität der Kater in den ersten Generationen – Savannah Kater sind in der Regel erst ab der F5 fruchtbar) für die Savannah wurden und werden die verschiedensten Rassen benutzt, Bengalen, aber auch Egyptian Mau, Ocicat, Orientalisch Kurzhaar, Serengetis, Hauskatzen und sogar Maine Coon flossen bereits in die Rasse ein. Zugelassen sind von der TICA allerdings nur noch die Outcross Rassen Egyptian Mau, Ocicat, Orientalisch Kurzhaar und „Domestic Shorthair“. Outcrosse sind aber heute nur noch in Ausnahmefällen nötig. Um optisch möglichst typvolle Jungtiere zu erhalten werden Savannah Kätzinnen mit Savannah Katern verpaart. Seit 2007 gibt es bereits die ersten SBT registrierten Savannahs, das bedeutet, dass diese Katzen in den ersten 4 Generationen nur Savannah Vorfahren haben. Insgesamt ist die Savannah Cat noch eine sehr junge Rasse, die allerdings bereits rund um den Globus Liebhaber und Züchter gefunden hat. Lediglich in Australien und Neuseeland haben Savannah Cats Einreiseverbot.

Hätten Sie’s gewusst?
Was bedeutet F1, F2, usw.?
Als Filialgeneration 1 (F1) werden die unmittelbaren Nachkommen der Elterngeneration: Serval und (Haus-) Katze bezeichnet. Die Zahl dient dabei als Kennung für den Verwandtschaftsgrad in Bezug auf die Elterngeneration. F1 ist die Tochtergeneration, F2 die Enkelgeneration, usw.
Der Wildblutanteil der einzelnen Generationen beträgt somit mindestens:
F1: 50%
F2: 25%
F3: 12,5%
F4: 6,25%
F5: 3%
Bei Savannah x Savannah Verpaarungen ist der Wildblutanteil der Nachkommen entsprechend höher.
Je höher der Wildblutanteil der Savannah Cat, desto größer und beeindruckender wird sie, daher auch die großen Spannen bei der Größen- und Gewichtsangabe. Allerdings wird auch die Haltung entsprechend komplizierter. Kater werden in der Regel größer als Kätzinnen der gleichen Generation. Für die Haltung der F1 Generation gelten behördliche Auflagen. Erkundigen Sie sich hierzu bei Ihrem zuständigen Amtsveterinär und der unteren Naturschutzbehörde. Für Savannah Katzen die von außerhalb der EU importiert werden, gelten diese Auflagen für die Generationen F1 bis einschließlich F4.

Quelle

Savannah-Katze – Rassebeschreibung
Der Savannah sieht man ihre Vorfahren an und das ist auch so gewollt. Diese Katzenrasse ist durch die Kreuzung von Serval, einer afrikanischen Wildkatze, und verschiedenen Hauskatzenrassen entstanden. Ziel war es, eine Katze zu schaffen, die die Optik ihrer wilden Vorfahren, aber den Charakter einer Rassekatze hat – und das ist auch gelungen. Die Savannah gehört zu den größten Rassekatzen der Welt: Die erste Generation (F1), das heißt die direkten Nachkommen aus der Verpaarung eines Servals mit einer Rassekatze, erreicht eine Schulterhöhe von 45 Zentimetern und eine Länge von 120 Zentimetern. Hier kommen die schwersten Vertreter mit bis zu 12 Kilogramm bei Männchen und 8 Kilogramm bei Weibchen vor. Bei den weiteren Generationen (F2 bis F7) nehmen sowohl das Gewicht als auch die Größe ab. Das liegt daran, dass der Wildblutanteil mit der Generationsfolge abnimmt. Daher kommt es zu dieser großen Spannweite bei den Gewichts- und Größenangaben.

Der Körperbau der Savannah ist schlank, lang und dennoch muskulös. Mit ihren langen Beinen und dem schmalen Kopf wirkt sie sehr elegant. Ihre Ohren sind groß, oben am Kopf platziert und zeigen nach vorne. Idealerweise haben die Ohren den so genannten Wildfleck. Das ist ein heller Abdruck auf der Ohrrückseite, den man auch beim Serval beobachten kann. Das Körperhaar der Savannah ist kurz und beige bis goldfarben. Am Bauch wird es heller. Wie der Serval hat sie über den Körper verteilt braune bis schwarze Tupfen und im Gesicht dunkle Tränenstreifen. Da es auch dunkle Servals gibt, sind entsprechend farbige Savannah-Katzen entstanden. Die TICA (The International Cat Association) ist der einzige Dachverband, welcher Savannahs anerkannt hat. Zu den möglichen Farbvarianten zählen black, black-smoke, silver spotted tabby und brown (black) spotted tabby.

Charakter der Savannah
Ähnlich dem äußeren Erscheinungsbild nimmt auch das ursprünglich wilde Verhalten von Generation zu Generation ab. Bei der ersten Generation der Savannah kommt der Serval noch sehr deutlich durch. Trotz ihrer guten Prägung auf den Menschen ist sie eher scheu und zeigt einen ausgesprochen starken Jagdtrieb. Auch eignet sich diese Generation auf keinen Fall für die reine Wohnungshaltung, allein schon deswegen, weil die ersten Nachkommen noch Probleme mit der Akzeptanz eines Katzenklos haben. Ab der F2-Generation, also den Enkelkindern des Servals und der Rassekatze, sind schon deutlichere Charakterzüge einer aktiven Hauskatzenrasse zu erkennen. Sie sind wesentlich anhänglicher und sehr gesellig. Die Neugierde und Verspieltheit zieht sich aber durch alle Generationen durch.

Die Savannah hat ein sehr großes Selbstbewusstsein und liebt es im Mittelpunkt zu stehen. Bekommt sie nicht ihre gewünschte Aufmerksamkeit, wird sie diese durch unterschiedliche Laute und „Köpfchengeben“ einfordern. Eine Eigenschaft, die die Savannah-Katze von den meisten anderen Rassekatzen abhebt, ist ihre Freude am Spielen mit Wasser. Sperren Sie also lieber die Türe ab bevor Sie ein Bad nehmen, sonst haben Sie in ihrer Badewanne schnell Gesellschaft.

Ursprung und Geschichte
Die erste Savannah entstand 1986 in den USA, nach der Verpaarung einer Siamkatze mit einem Serval. Patrick Kelly hörte von diesen schönen Nachkommen und beschloss mit Joyce Sroufe eine neue Katzenrasse zu entwickeln. Tatsächlich schafften Sie es mehrfach, die F1-Generation zu züchten. Die Schwierigkeit lag jedoch darin, dass die männlichen Nachkommen steril waren – meist sogar bis einschließlich der F4-Generation. Dieses Problem wurde durch so genanntes Outcross von weiteren Rassekatzen, wie der Egyptian Mau, Ocicat, Orientalisch Kurzhaar und Hauskatzen behoben. Schnell löste die wilde Schönheit eine wahre Begeisterungswelle in Amerika und Kanada aus. Patrick Kelly und Joyce Sroufe formulierten einen Rassestandard und so kam es, dass die Savannah 2001 von der TICA anerkannt wurde und seit 2012 auch den Championship Status bei der TICA trägt. Mittlerweile gibt es ausreichend fruchtbare Savannah-Kater, so dass Savannahs mit Savannahs gepaart werden können.

Savannah – die Haltung
Die Savannah ist keine Katze für eine reine Wohnungshaltung oder einen berufstätigen Single! Vor allem die ersten beiden Generationen (F1 und F2) brauchen dringend ein großzügiges Freigehege, um ihren Bewegungsdrang durch Spielen, Jagen, Klettern und Springen nachkommen zu können. Savannah-Katzen können aus dem Stand bis zu 2 Meter hoch springen! Für die Haltung der F1-Genration gelten sogar behördliche Auflagen. Hierzu können Sie sich beim zuständigen Amtsveterinär erkundigen. Weiter entfernte Generationen sind weniger kompliziert in der Haltung und können auch in einer großen Wohnung mit gesichertem  Balkon oder Terrasse gehalten werden, sofern ausreichend viele, große und stabile Kletter- und Spielmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Ein uneingeschränkter Freilauf ist bei der Savannah nicht zu empfehlen, da sie einen ausgesprochen starken Jagdtrieb hat und in diesem auch anderen Katzenrassen deutlich überlegen ist. Das könnte über kurz oder lang zu Ärger mit den Nachbarn führen. Da die Savannah intelligent und sehr lernwillig ist, können Sie versuchen mit ihr an einer Leine bzw. am Geschirr spazieren zu gehen. Diese Rasse folgt ihrem Menschen ohnehin gerne, das kann für ein paar kleine Ausflüge ins Freie genutzt werden, sofern sie nicht zu stürmisch ist. Diese Katzenrasse möchte nämlich beschäftigt werden. Nicht selten kann man ihr sogar das Apportieren von Gegenständen beibringen.

Außerdem liebt die verspielte Savannah die Gesellschaft: In einem Haushalt mit zumindest einer weiteren Katze fühlt sie sich am wohlsten. Achten Sie aber darauf, dass die zweite Katze entweder auch eine Savannah ist oder zumindest beim Temperament mithalten kann. Mit Hunden und Kindern verstehen sich Savannah-Katzen meist sehr gut. Generell wird sich die Savannah in einem Zuhause sehr wohl fühlen, in dem immer etwas los ist. Sollten Sie allerdings Kleintiere, Fische oder Vögel haben, könnte es für diese gefährlich werden. Eine Savannah wird ihrem Jagdtrieb nie widerstehen können, daher sollten Sie solche Tiere besser in einem „Savannah-freien“ Raum unterbringen.

Pflege einer Savannah
Aufgrund ihres kurzen Fells ist die Fellpflege bei der Savannah sehr einfach. Gelegentliches Bürsten reicht völlig aus. Im Frühling und Herbst, wenn sich der Fellwechsel ankündigt, können Sie etwas öfters zur Bürste greifen.

Häufige Krankheiten bei Savannah-Katzen
Die Savannah ist eine sehr robuste und gesunde Rasse. Dies liegt an ihrem großen Genpool. Vererbbare Krankheiten sind bei ihr nicht bekannt. Lediglich beim Impfen sollten Sie darauf achten, dass nur mit Totimpfstoffen geimpft wird. Falls Sie sich unsicher sind, fragen Sie Ihren Savannah-Züchter. Dieser kann Ihnen bestimmt Tipps geben, welche Impfstoffe von Savannah-Katzen gut vertragen werden

Eine Savannah kaufen
Wer sich für den Kauf einer Savannah entscheidet sollte bedenken, dass es sich hierbei um die teuerste Katzenrasse der Welt handelt. Der Preis liegen zwischen 1.000 und 10.000 Euro, abhängig von der Generation der Savannah. So sind Savannah-Katzen der F1-Generation, also die direkten Nachkommen von Serval und Rassekatze, die teuersten. Der Aufwand bei der Zucht ist hier auch am größten. Der Preis nimmt mit den nachfolgenden Generationen ab. Am „günstigsten“ sind meist die sterilen Kater aus der F3- und F4-Generation. Wenn Sie Angebote sehen, in denen Savannah-Katzen preiswerter angeboten werden, können Sie davon ausgehen, dass es sich um keine seriösen Züchter handelt. Entweder es sind keine tatsächlich Savannahs oder es wird an einer anderen Stelle eingespart, wie den Haltungsbedingungen. Und das sollte in keinem Fall unterstützt werden.

Wenn Sie eine Savannah bei einem Züchter kaufen, können Sie außer auf das Zuhause und den Gesundheitszustand der Tiere, auch einen Blick auf das Erscheinungsbild der Elterntiere werfen und so Fehler im Rassestandard ausschließen. Dazu zählen bei Savannah-Katzen:

  • Rosetten-Zeichnung
  • Wenn die Flecken eine andere Farbe als braun bis schwarz haben
  • Vertikal ausgerichtete Flecken
  • Kleine Ohren
  • Gedrungener Körper

Die vollständige Liste der möglichen Fehler im Rassestandard bei Savannahs können Sie auf der Internetseite der FIFé (Fédération Internationale Féline) nachlesen.

Quelle


Savannah Katze

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