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Perserkatze

Die Perserkatze gehört zu den Langhaarkatzenrassen. Langhaarkatzen sind etwas Besonderes, denn das Langhaar-Gen wird rezessiv vererbt. Das bedeutet, dass beide Elternteile das Gen in sich tragen müssen, damit es vererbt werden kann. Daher sind die meisten Katzen, die sich frei verpaaren, kurzhaarig. Die Perser hat besonders seidiges und langes Fell. Die kurze Schnauze und das flache Gesicht sorgen zusätzlich dafür, dass die Perserkatze auffällt.

Orientalische Vorfahren
Der Name der Perserkatze erinnert an ihre Vorfahren. Vermutlich stammt sie von der Türkisch Angora ab, welche als die älteste Langhaarkatze gilt. Man kreuzte die türkische Angorakatze mit anderen Rassen, um eine Katze mit längerem Fell zu züchten. Gezüchtet wurde die neue Rasse in Großbritannien, als Name wurde Perser gewählt, da die Türkisch Angora aus einem Grenzgebiet zwischen der Türkei und Persien stammt. Die ersten Perserkatzen waren noch weit entfernt von dem heutigen Rassestandards. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Rasse durch Selektionstechniken, Inzuchtpaarungen und Einkreuzungen des europäischen Katzentyps. Schließlich entstand das typische Perser-Aussehen: das sehr feine Fell mit langem Unter- und Deckhaar, der gedrungene Körperbau und das flache Gesicht. Bereits auf der ersten Katzenausstellung im Jahr 1871 war die Perserkatze zu sehen.

Kindchenschema – rund und weich
Das Gesicht der Perserkatze ist rund und wirkt weich. Die Ohren sind im Verhältnis zum Kopf klein und weit auseinander stehend, ihre Form ist rund. Die Augen sind rund und stehen ebenfalls weit auseinander. Somit entspricht die Perserkatze dem Kindchenschema. Der Körperbau der Perser wirkt gedrungen, die Beine sind stämmig. Das Gesicht ist durch die kurze, breite Nase sehr flach. Die Nase verläuft nicht fließend, sie hat einen ausgeprägten Stopp. Die ausgeprägten Wangen und die Wölbung der Stirn verleihen der Perserkatze ihr auffälliges Seitenprofil.

Das Fell der Perserkatze ist seidig, weich und sehr lang – etwa 10 Zentimeter, bei Showkatzen mitunter noch länger. Das Fell wird verstärkt durch lange und dichte Unterwolle. Typisch für die Perserkatze ist die flauschige Halskrause und der buschigen Schwanz.

Fellpflege der Perserkatze – ein Muss
Ohne Pflege geht es nicht: So besonders wie das seidige Perser-Fell ist, so pflegeintensiv ist es. Das lange Fell der Rasse neigt dazu, zu verfilzen. Daher muss es jeden Tag gekämmt werden. Wenn man nur wenige Tage auslässt, kommt es zu Verfilzungen, deren Entfernung für die Katze schmerzhaft sein kann. Ein guter Züchter weiß um die besondere Fellpflege der Perserkatze und gewöhnt die Kätzchen von Beginn an, an das tägliche Kämmritual.

Rassetypische Probleme der Perserkatze
Durch das flache Gesicht ist es nicht selten, dass die Perserkatze Probleme beim Atmen hat. Medizinisch spricht man von Brachycephalie (Kurzköpfigkeit), die auch bei einigen Hunderassen zu sehen ist, zum Beispiel beim Mops. Wenn die Atembeschwerden zu schlimm werden, hilft nur noch eine Operation. Außerdem kann es sein, dass die Tränenkanäle verstopft sind. Die Folge sind ständig tränende Augen. Daher sollte man als Halter einer Perserkatze jeden Tag die Augen sauber machen. Vernachlässigt man die Augenpflege, hinterlässt die Tränenflüssigkeit dunkle Rinnen. Es kann sein, dass mit der Zeit anhaltende Flecken im Gesicht bleiben.

Die perfekte Wohnungskatze
Perserkatzen sind sehr ruhig und ausgeglichen. Durch ihre friedliche Art vertragen sie sich gut mit anderen Katzen und auch mit Hunden. Sie spielen nicht proaktiv, lassen sich aber gerne zu einem Jagdspielchen auffordern. Perserkatzen haben keinen besonders ausgeprägten Freiheitsdrang, so dass sie sich sehr gut für die Wohnungshaltung eignen.

Quelle

Perserkatze – Rassebeschreibung
Perserkatzen sind groß, stämmig und alles an ihnen ist flauschig und rund. Sie haben einen gedrungenen Körper und stehen auf kurzen, kräftigen Beinen. Sie haben am gesamten Körper sehr langes, seidiges Fell aus dichtem Deckhaar und voller Unterwolle. An Schultern und Brust besitzen sie eine so genannte Halskrause mit noch längeren Haaren. Der Schwanz ist schön buschig mit ebenso langen Haaren. Die Fellfarben und Muster sind zahlreich: Von einfarbig über dreifarbig bis zur Colourpoint (früher Himalayan bzw. Maskenperser) ist alles erlaubt. Perserkatzen haben große, runde und weit auseinanderstehende Augen, die meist orange- bis kupferfarben sind. Colourpoint und weiße Perser haben blaue Augen – bei Perserkatzen mit den Farben Silver Shaded, Golden Shaded, Silver Tabby und Golden Tabby sind sie grün.

Ein charakteristisches Merkmal, das sich erst in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt hat, ist die breite, platte Nase. Der Rassestandard in den USA und in Europa unterscheidet sich hier etwas. Während die Amerikaner eine besonders kurze Nase, die höher angesetzt ist, vorziehen, darf die Nase der Perserkatze in Europa bis zu 1,5 Zentimeter lang sein. Der Stopp, also der Knick, soll laut Rassestandard der FIFé genau zwischen den Augen liegen. Die Nasenlöcher müssen gut geöffnet sein, um ein freies Atmen zu ermöglichen. Das so genannte „Peke-Face“ (Pekinesengesicht), das in den USA beliebt ist, gilt in Deutschland als Qualzucht! Die Nase ist dabei so weit zurückgesetzt, dass es zu gesundheitlichen Problemen kommt. Neben Atembeschwerden, haben diese Perserkatzen häufig mit tränenden Augen und Schwierigkeiten beim Fressen zu kämpfen.

Charakter der Perser
Die Perser ist ausgesprochen gelassen, kaum etwas kann sie aus der Ruhe bringen. Langweilig ist eine Perserkatze aber nicht. Sie liebt es zu kuscheln und zu schmusen – doch wann, das bestimmt allein sie. Denn einen eigenen Kopf hat die Perser schon. Auch wenn sie zu den besonders gemütlichen und weniger aktiven Katzenrassen gehört, hat sie nichts gegen ein gelegentliches Spiel mit ihrem Besitzer einzuwenden. Wenn sie mal loslegt, kann die Perserkatze eine äußerst geschickte Jägerin sein. Aufgrund ihres ausgeglichenen Wesens kommt sie auch wunderbar mit Artgenossen und anderen Tieren aus. Trotz ihres zutraulichen Wesens ist sie Fremden gegenüber aber zunächst etwas misstrauisch und zurückhaltend.

Ursprung und Geschichte
Die Herkunft der Perserkatze ist nicht ganz eindeutig. So sollen im 17. Jahrhundert Langhaarkatzen aus Kleinasien nach Frankreich importiert worden sein. Diese wurden Angorakatzen genannt, angelehnt an den Namen Ankara der türkischen Hauptstadt. Sie erfreuten sich in Adelskreisen äußerster Beliebtheit. Diese bisherige Annahme, dass die Perserkatze überwiegend von Langhaarkatzen nahöstlichen Ursprungs abstammt, soll jedoch durch neuere wissenschaftliche Ergebnisse aus der Genforschung widerlegt worden sein. Demnach wurde keine Verwandtschaft mit der asiatischen Linie festgestellt. Die umfangreiche Studie der University of Missouri zeigt, dass es eine genetische Übereinstimmung mit der russischen, langhaarigen Hauskatze geben soll.

Die gezielte Zucht der Perserkatze wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in England begründet. Der Name „Perser“ etablierte sich erst Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem ersten Zuchtstandard. Doch die damaligen Perserkatzen sind mit den heutigen kaum zu vergleichen. Sie hatten längere Nasen, kleinere Augen und einen längeren Körper.

In den 1970er Jahren fand die Perserkatze so viele Fans und Anhänger, dass zahlreiche Massenzuchten in Amerika aufgebaut wurden. Zum Leidwesen der schönen Langhaarkatze wurden in diesem Zuge auch die rassespezifischen Merkmale verändert. Die Nase wurde kürzer und der Körper gedrungener, was gesundheitliche Probleme mit sich brachte. Diese „neue“ Perserkatze kam durch den Verkauf schließlich auch nach Europa. Erst in den 1990er Jahren haben sich einige Züchter zum Ziel gesetzt, dem Rassestandard entsprechende, aber kerngesunde Perserkatzen zu züchten. Zudem gibt es mittlerweile auch Abspaltungen unter den Züchtern, die den alten „englischen Typ“, also eine Perserkatze mit Nase, bewahren möchten.

Perserkatze – die Haltung
Durch ihren kaum ausgeprägten Freiheitsdrang fühlt sich eine Perserkatze auch in reiner Wohnungshaltung wohl. Sie sieht sich das bunte Treiben draußen lieber von einem gemütlichen Fensterplatz aus an. Wenn man die aufwändige Pflege des langen Fells bedenkt, kommt einem diese Vorliebe sehr entgegen. Denn beim Freigang kann sich leicht Dreck und Gestrüpp im langen Fell verfangen, das anschließend wieder entfernt werden müsste. Sie sollten in der Wohnung zwar ausreichend Platz haben, aber viele Klettermöglichkeiten und Kratzbäume werden Sie bei einer Perserkatze nicht benötigen. Mit einer Heizungsliege oder einer Kuschelhöhle tun Sie ihr einen größeren Gefallen. Hochwertiges und in ausgewogenen Mengen portioniertes Futter sorgt außerdem für ein schönes Fell.

Pflege einer Perserkatze
Das lange Fell der Perserkatze ist von seidiger Textur mit viel Unterwolle. Das bedeutet, dass die Fellpflege leider alles andere als unkompliziert ist und viel Zeit und Geduld erfordert. Die lange Haarpracht des Schmusetigers sollte mehrmals die Woche, besser täglich mit einer Bürste gekämmt werden, andernfalls verfilzt sie. Zur Zeit des Fellwechsels, also im Frühjahr und Herbst, sollten Sie sogar noch öfters zur Bürste greifen. Damit die Perserkatze diese Prozedur nicht als Tortur, sondern als angenehme Streichelstunde empfindet, sollten Sie Ihre Samtpfote bereits als kleines Kätzchen daran gewöhnen, auch wenn das Bürsten in dem Alter noch nicht notwendig erscheint. Sind die Haare doch mal verfilzt, ist das Entwirren schwierig und meist ist der Gang zur Schurr beim Tierarzt unabwendbar.

Laut europäischem Rassestandard sollte so gezüchtet werden, dass die Katze keine gesundheitlichen Probleme durch die kürzere Nase hat. Und doch gibt es immer wieder Perserkatzen, die tränende oder verklebte Augen haben. In dieem Fall können Sie die Augen vorsichtig mit einem feuchten Tuch reinigen.

Häufige Krankheiten bei Perserkatzen
Durch die Massenzucht im letzten Jahrhundert und das Heranzüchten des „Peke-Faces“ hat die Perserkatze mit zahlreichen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Je platter und kürzer die Nase, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Tränen-Nasen-Kanal abgeknickt ist. Die Tränenflüssigkeit kann in solch einem Fall nicht mehr richtig abfließen und läuft aus den Augen. Davon betroffene Perserkatzen haben tränende, verklebte und verkrustete Augen. Außerdem fällt der Katze durch die verengte Nasenöffnung das Atmen sichtlich schwer. Nicht selten haben Perser mit „Peke-Face“  auch deutliche Schwierigkeiten beim Fressen, weil ihr Kiefer zu sehr gestaucht ist.

Doch gesundheitliche Probleme gibt es nicht nur bei den überzüchteten Perserkatzen. Wie bei vielen anderen Rassekatzen auch, gibt es bei den Persern typische Erbkrankheiten: In diesem Fall ist die Rede von PKD (Polyzystic Kidney Disease), einer Erkrankung der Nieren, bei der sich Zysten bilden. Die Krankheit ist bei Jungtieren noch nicht sichtbar und zeigt sich erst im fortgeschrittenen Alter durch Nierenversagen. Da die Erkrankung dominant vererbt wird, ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Nachkommen von kranken Elterntieren gesund sind. Umso wichtiger ist es, betroffene Katzen aus der Zucht auszuschließen! Glücklicherweise lässt sich durch einen Gentest relativ einfach herausfinden, ob ein Tier Träger des Gens für PKD ist oder nicht. Verantwortungsvolle Züchter sollten dieses Angebot in jedem Fall in Anspruch nehmen.

Eine Perserkatze kaufen
Eine Perserkatze kaufen Sie am besten bei einem Züchter. Von Kleinanzeigen, in denen Perser zu günstigen Preisen angeboten werden, sollten Sie besser Abstand nehmen. Die Zucht und Haltung von Rassekatzen hat ihren Preis, daher können Sie davon ausgehen, dass Kitten zu Schnäppchenpreisen aus keiner seriösen Zucht stammen. So ein vermeintlich günstiger Kauf entpuppt sich oft als teure Investition. Denn diese Kätzchen sind selten gesund. Bei Perserkatzen könnte das z.B. bedeuten, dass sie an PKD erkrankt oder ihre Nase zu platt ist, so dass sich deutliche Probleme beim Atmen und Fressen zeigen.

Seriöse Züchter achten darauf, dass Katzen, die genetische Träger der Krankheit PKD sind, von der Zucht ausgeschlossen werden. So kann die Weitergabe der Krankheit verhindert werden. Eine Perserkatze kostet bei einem Züchter zwischen 600 und 1000 Euro. Sollte Ihnen das zu teuer erscheinen, können Sie in einem Tierheim schauen, ob sie vielleicht Perserkatzen haben. Diese werden sich sicherlich über eine zweite Chance und ein schönes Zuhause freuen.

Wenn Sie eine Perserkatze bei einem Züchter kaufen, dann sollten Sie neben Krankheiten und einem ungepflegten Zuhause auch Fehler im Rassestandard bei den Elterntieren ausschließen. Dazu zählen bei Maine Coons:

  • Zu flacher oder zu hoher Schädel
  • Tränende Augen
  • Atembeschwerden
  • Zu zarter oder langgestreckter Körper

Die vollständige Liste der möglichen Fehler im Rassestandard bei Perserkatze können Sie auf der Internetseite der FIFé (Fédération Internationale Féline) nachlesen.

Quelle

Sie zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Katzenrassen – Die Perserkatze.

Im 17. Jahrhundert wurden erstmals Langhaarkatzen nach Europa gebracht. Diese stammten aus dem damaligen Persien (dem heutigen Iran) und der Türkei. Es wird davon ausgegangen, dass die Perserkatze entweder von den türkischen, den persischen oder von einer Mischung beider Langhaarkatzen abstammt. Die ursprünglichen Perser haben mit den heutigen Rassekatzen jedoch nicht mehr viel gemein.

Vor allem im 20. Jahrhundert machte die Rasse zuchtbedingt grundlegende Veränderungen durch. Der Körper wurde gedrungener, insgesamt kleiner und der Kopf runder und flacher. Die Nase wurde kürzer. Auch das Fell veränderte sich und wurde länger und dichter. In den 1970er Jahren gelangten die unerwünschten Veränderungen, die gesundheitliche Probleme mit sich brachten, durch Massenzuchten in den USA schließlich auch nach Europa.

In den letzten Jahren versuchen jedoch wieder viele gewissenhafte Züchter gesunde Perserkatzen hervorzubringen. Besonders unter den kurzen Nasen haben in der Vergangenheit viele Tiere gelitten, da sie unter anderem das Atmen erschweren.

In einigen Verbänden ist die Colourpoint (im Englischen auch als Himalayan bezeichnet) als eigene Rasse anerkannt, es handelt sich bei ihr jedoch eigentlich um eine Farbvariante der Perserkatze, die durch die Einkreuzung von Siamkatzen entstand. Die Exotic Shorthair gilt als Kurzhaarversion der Perserkatze. Sie wurde Mitte des vergangenen Jahrhunderts gezüchtet und anerkannt. Beide Rassen haben denselben Standard.

Rassespezifische Charakterzüge der Perserkatze
Perserkatzen gelten als gemütlich, ruhig und liebevoll. Meist liegen sie gerne in der Sonne, schmusen viel und haben einen eher mäßig ausgeprägten Freiheitsdrang. In jungen Jahren lassen sie sich aber zum Spielen animieren. Erfahrungsgemäß werden sie im Alter oft etwas spielfaul. Die Perserkatze gilt als Diva, die weiß was sie will, aber die Liebe ihrer Menschen gerne zurückgibt. In der Regel bestimmt sie selbst, wann und von wem sie gestreichelt wird. Manche sagen ihr einen Dickkopf nach. Die Perserkatze ist ein überwiegend bequeme Zeitgenossin, die es warm und behaglich mag. Ein Sofakissen ist sie deshalb aber nicht.

Haltung und Pflege
Die Perserkatze zählt zu den pflegeintensiven Rassen. Sie muss täglich gekämmt werden, damit Fell und Unterwolle nicht verfilzen. Das erfordert Zeit und Geduld, denn nicht jede Perserkatze genießt die Fellpflege durch den Menschen. Ist sie vom Kätzchenalter an daran gewöhnt, erleichtert das die tägliche Prozedur enorm. Da die Perserkatze nur in seltenen Fällen Freigang einfordert, gilt sie als ideale Wohnungskatze. Ein Artgenosse ist der perfekte Kuschel- und Spielpartner, wenn der Mensch seinem Beruf nachgeht. Bei der Mehrkatzenhaltung sollten Sie darauf achten, dass der Katzenpartner nicht zu lebhaft ist. Perser- und Bengalkatze sind zum Beispiel keine ideale Mischung. Darf die Samtpfote in den Garten, muss sie eventuell gelegentlich gebadet werden. Durch das dichte Fell neigen Perser, im Gegensatz zu anderen Rassen, vermehrt zu Haarbällen. Das Fell wird beim Putzen aufgenommen und anschließend wieder hervorgewürgt.

In manchen Fällen benötigt die Perserkatze zusätzlich Hilfe bei der Reinigung ihres Augenbereiches. Durch die kurze Nase neigen die Tränenkanäle der Mieze zu Verstopfungen. Ein feuchtes Tuch reicht in der Regel zur Reinigung aus.

Manche Perserkatzen haben zudem Schwierigkeiten beim Fressen von Futter mit großen Fleischstücken. Verantwortlich dafür ist ihr relativ plattes Gesicht. Perser nehmen die Nahrung häufig vorwiegend mit der Zunge auf. Hat eine Samtpfote Schwierigkeiten mit der Futteraufnahme, sollte auf ein Katzenfutter mit breiiger Konsistenz ausgewichen werden.

Die Perserkatze hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 13 bis 18 Jahren. Die Erfahrung zeigt, dass Katzen in reiner Wohnungshaltung häufig älter werden als solche mit Freigang. Erblich bedingt kann bei Persern die Polyzistische Nierenkrankheit auftreten. Besteht die genetische Veranlagung für diese Krankheit, tritt sie sogar fast immer auf.

Bei der Anschaffung einer Perserkatze ist deshalb darauf zu achten, dass die Elterntiere nicht Träger des verantwortlichen Gens sind. Andere Erbkrankheiten bei Persern sind progressiver Netzhautschwund (Verkümmerung der Netzhaut, was zu vollständiger Erblindung führen kann), Taubheit (bei weißen Katzen), Hypertrophe Kardiomyopathie (eine Herzerkrankung) oder auch Hodenhochstand bei Katern.

Quelle

Plüschkatze mit eingedrückter Nasenpartie.
Es ist wohl dieser unglaubliche Reichtum an Fellhaaren und es scheint die Nasenpartie zu sein, die so manchem Menschen die Stirn in Falten legt. Denn es steht die Frage im Raume: Warum züchtet man eine Katze, deren Gesicht so untypisch ausschaut, förmlich überzüchtet. Nun, in erster Linie geht es immer um das Wohl eines Tieres. Die Kopfform dieser Katzen ist nicht hinderlich oder beeinträchtigt das Tier selber nicht. In diesem Fall geben Kopfform, die großen Augen und das unheimlich plüschige Fell der Katze diesen vor Unschuld fast schluchzenden Blick. Man möchte das Tierchen nehmen und knuddeln. Doch das könnte unter Umständen auf Widerstand der Samtpfote stoßen, denn dieses süße Image ist falsch.

Katze mit Dickkopf.
Ein Dickkopf ist sie sicher nicht, aber sie hat ihren eigenen Willen. Und gekuschelt wird nur mit den Menschen, die sie dazu auserkoren hat, ihrem engsten Umfeld. Bei zwischenmenschlichen Beziehungen würde man nun sagen, nur im engsten Familienkreis oder nur im Kreise der engsten Freunde. Ihre leicht sture Art, die mehr Willensstärke ist, und ihr unschuldiger Blick sorgen in der Regel dafür, dass diese Katze ihren Willen auch durchsetzen kann.

Oft wird die Perser als langweilig beschrieben, träge. Doch auch das ist sie nicht. Sie explodiert zwar nicht vor Energie, wird allerdings nicht selten unterschätzt. Dennoch: Ein Funken Wahrheit steckt in vielen Gerüchten: Die Perser ist tatsächlich eine recht gemütliche und ruhige Katze. Darum muss sie auch nicht zwingend an die frische Luft. Dafür aber lässt sie täglich bitten, zur Pflege der Katze-Mensch-Beziehung in Form einer ausgiebigen Kuscheleinheit. Die könnten Sie mit der Fellpflege verbinden, denn das muss täglich gekämmt werden. Nicht selten sieht man bei dieser Rasse tränende Augen. Das hängt mit der wie eingedrückt wirkenden Nasenpartie zusammen, also in gewisser Hinsicht schon eine Beeinträchtigung, deren Sinn man durchaus hinterfragen darf. Sie sollten die Augenpartie mit einem weichen Tuch pflegen.

Ein paar Fakten in der Übersicht:

  • Der Körperbau wird als kompakt beschrieben.
  • Langes Haar, das nahezu alle Farben zeigen darf.
  • Die Augen kupferfarben oder auch orange. Eine strenge Eingrenzung gibt es nicht.
  • Der Charakter wird mit willensstark umschrieben.
  • Gilt als gemütliche und ruhige Katze für die Wohnungshaltung.
  • Fordert täglich ihre Schmuseeinheiten.
  • Fell muss täglich gekämmt werden, bei einigen Katzen soll auch die Augenpartie täglich gepflegt werden.

Quelle

Die Perserkatze (pers. گربه ایرانی gorbe-ye Irāni ‚iranische Katze‘) zählt zu den ältesten und populärsten Rassekatzen. Perserkatzen teilen sich mit Exotischen Kurzhaarkatzen und Colourpoints einen gemeinsamen Rassestandard. Unterschiede weisen sie nur in Felllänge, -textur und -farbe auf.
Sie ist sehr ruhig, zurückhaltend, zuverlässig und mit mäßig ausgeprägtem Freiheitsdrang, somit sind die Perser auch gut ohne Freilauf zu halten. Es ist sogar von Vorteil, da diese Rasse sehr schnell zu Verfilzungen und Knötchen neigt. Deshalb gehören sie auch zu den pflegeintensivsten Rassen. Eine regelmäßige Fellpflege erfordert viel Zeit und Geduld, alle zwei bis drei Tage wird die Fellpflege empfohlen.

Die Zucht der Perserkatze im heutigen Sinne nahm ihren eigentlichen Anfang in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in England. Allgemein wurde bisher angenommen, dass die Perserkatze durch gezielte züchterische Selektion überwiegend aus Langhaarkatzen nahöstlichen Ursprungs herausgezüchtet wurde. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse der Genforschung jedoch können keine Verwandtschaft (mehr) mit einer asiatischen Linie, wie der der Angorakatze feststellen, sondern einen hohen Grad genetischer Übereinstimmung mit europäischen Katzenpopulationen. Dies ist vielleicht ein Hinweis darauf, dass der Einfluss der bei englischen Züchtern zu dieser Zeit ebenfalls vorhandenen Russischen Langhaarkatze auf die Perserkatze größer ist, als bisher angenommen. Auch ihr in einer Zeichnung von Harrison Weir überlieferter Phänotyp stützt diese Annahme. Wurden doch Langhaarkatzen zunächst ohne Rücksicht auf ihre Herkunft miteinander verpaart, jedoch nicht mit Kurzhaar, da man fürchtete, dieses könne in späteren Generationen wieder durchschlagen.

Die ersten langhaarigen Katzen aus Kleinasien wurden Mitte des 17. Jahrhunderts über Nicolas Claude Fabri de Peiresc nach Frankreich eingeführt. Alfred Brehm führt das Langhaar der Angorakatzen auf eine natürliche Anpassung an das raue Klima in ihrer Herkunftsregion zurück. Die Herkunft von bereits damals so bezeichneten Persern aus Persien ist umstritten. Die Vermutung Pietro del la Valle habe Katzen aus dem Chorassan, aus deren Region sich der Name „Perser“ herleitet, mitgebracht, ist nicht zu belegen. Er selbst war nie dort. Der Begriff „Perser“ etablierte sich erst mit Gründung der ersten Zuchtvereine GCCF und WCF und deren erstmaligen Zuchtstandards Anfang des 20. Jahrhunderts, in denen der Begriff „Angorakatze“, bis dahin für langhaarige Katzen verwendet, nicht mehr vorkam. Die ersten Perser sind mit dem heutigen keinesfalls zu vergleichen. Sie erinnerten vom Typ eher an die Angorakatze. Der Zuchtstandard für die Perserkatze erfuhr mehrfache Änderungen bis hin zum Peke-Face. Über die Jahre wurde die Katze kleiner, kurzbeiniger, die Stirn runder und der Gesichtsschädel immer kürzer, das Fell immer üppiger mit immer mehr Unterwolle.

Um 1970 wurden in Amerika viele Massenzuchten aufgebaut; sehr zum Nachteil der Rasse, da viele nicht gesundheitlich nachteilige Veränderungen durch den Verkauf der Katzen auch nach Europa kam. Seit ca. 20 Jahren ist es vielen gewissenhaften Züchtern gelungen, typvolle, dem heutigen Rassestandard entsprechende, aber kerngesunde Perser zu züchten. Seitdem widmen sich auch einige Züchter neuen Farbschlägen wie chocolate und lilac. 1933 wurden in einem der europagroßen Katzenverbände die Rasse „Exotic Shorthairs“ anerkannt. Sie entspricht im Typus und Charakter der Perser, nur zeigt sie ein kurzes Teddybären-Fell. Viele Liebhaber der Rasse, die auf das typische Kindsgesicht nicht verzichten wollen, finden hier eine artverwandte Rasse, bei der die Fellpflege um vieles leichter ist.

Von verschiedenen Tierschutzorganisatoren werden die extremen Züchtungen der Perserkatzen verurteilt. Da die zurückgesetzte Nase zu tränenden Augen, Entzündungen im Nasen und Rachenbereich, Beschwerden bei der Nahrungsaufnahme und Problemen beim Atmen führen kann. Auch die Geburt ist oft problematisch und erfordert einen Kaiserschnitt. Eine weiße Fellfarbe kann genetisch mit Taubheit gekoppelt sein.

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Steckbrief

  • Größe: mittelgroß
  • Gewicht: Katze: 3,5 – 6 kg; Kater: max. 7 kg
  • Felllänge: Langhaar
  • Fellfarben: fast alle Farben
  • Augenfarbe: meistens Orange bis Kupfer
  • Ursprungsland: Türkei

Charakteristika

  • Bewegungsdrang: gering
  • Lautstärke: gering
  • Pflegeaufwand: hoch
  • Zeitaufwand: mittel

Aussehen
Der Körper der Perser ist mittelgroß und kräftig. Die Beine sind kurz und stämmig, die Brust ist breit, die Schultern und der Rücken sind gerade. Der Schwanz ist buschig, nicht spitz zulaufend, wohlproportioniert zum restlichen Körper und passt perfekt zur gedrungenen Erscheinung. Die Perser trägt ein sehr langes Haarkleid mit dichter Unterwolle. Die Farben des Felles sind so zahlreich (zudem gibt es auch noch eine Vielzahl von Unterfarben und Zwischenfarben), dass sich Laien oft schwer damit tun, die exakte Farbe zu benennen. Ohren, Nase, Kinn und Wangen sind – wie der gesamte Kopf – rund, die Augen groß, rund und nicht eng beieinanderstehend. Die Augenfarbe ist Dunkelorange bis Kupferfarben – außer bei Colourpoint und weißer Perser (Blau) sowie bei Shaded und Chinchilla (Grün).

Wesen und Charakter
Das Plüschkatzen-Image täuscht, denn hinter der weichen Fülle langer Haare und den rundlichen Körperformen verbirgt sich ein durchaus willensstarker, intelligenter Charakter, der meist erreicht, was Katze will – und der einer Perser gelegentlich auch als sturer Dickkopf ausgelegt wird. Eine Perser ist weit mehr als eine zum Kuscheln geeignete, langweilige Familienkatze. Ein Wirbelwind ist sie nicht, aber das phlegmatische Klischee erfüllt sie ebenfalls nicht. Sie ist einfach nur freundlich und zutraulich – und zeigt ihre Gefühle nur denjenigen, die zu ihrem engsten Freundeskreis gehören. Fremde mag sie nicht so sehr.

Haltung und Pflege
Die Perser ist eine sehr gemütliche und ruhige Katze und daher bestens für die Wohnungshaltung geeignet. Sie braucht keinen Freilauf, um glücklich zu sein, sondern einen kuscheligen Schlafplatz und viele Streicheleinheiten. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sorgt bei der Perser – wie bei allen Katzen – für eine langes und gesundes Leben. Das lange Fell der Perser ist aufwendig und anspruchsvoll in der Pflege. Es muss fast täglich gekämmt werden, damit es nicht verfilzt. Bei manchen Persern mit extrem kurzen Nasen tränen die Augen oftmals stark, sodass auch diese täglich mit einem feuchten Tuch vorsichtig gereinigt werden müssen.

Krankheitsanfälligkeit
Die Perserkatze die im 20. Jahrhundert massenweise als Modekatze gezüchtet wurde, hatte mit vielen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Besonders unter der immer kürzer gezüchteten Nase litten die Tiere. Die extrem plattnasigen, sogenannten „Peke faced“-Perser quälten sich mit Atembeschwerden, tränenden Augen und Schwierigkeiten beim Fressen. Heute kehren einige gewissenhafte Züchter wieder zur klassischen, ursprünglichen Form der Perser mit vernünftig langen Nasen und längergestrecktem Körper zurück, damit gesunde und glückliche Perserkatzen entstehen können.

Das Kürzel PKD beherrscht außerdem die Diskussionen in Katzenzüchterkreisen: Es steht für „Polycystic Kidney Disease“, sprich erbliche Nierenzysten, die vor allem bei Perser- und Exotic-Shorthair-Katzen, aber auch Britisch Kurzhaar und anderen Rassen auftreten. Zum Teil sind über die Hälfte der Katzen betroffen – ein Alptraum für Züchter und Halter. Denn erst im späteren Lebensalter zeigen sich klinische Symptome infolge Nierenversagens. Bis dahin haben viele der Anlageträger bereits Nachwuchs und damit das Gen für PKD weitervererbt. Mit einer Ultraschall-Untersuchung lässt sich die Veranlagung hingegen schon früh nachweisen. Ab der zehnten Lebenswoche können erfahrene Untersucher feststellen, ob in der Niere Zysten, also flüssigkeitsgefüllte Bläschen, vorhanden sind. Wichtig ist, dass Katzen mit Zysten konsequent von der Zucht ausgeschlossen werden, denn der Erbgang (autosomal dominant) ist zweifelsfrei bewiesen. Das bedeutet: Eine Katze mit Zysten vererbt sie praktisch immer, selbst wenn manche Katzenzüchter dies aus verständlichen Gründen bestreiten.

Herkunft und Geschichte
Die Geschichte der Perser reicht lange zurück. Ihre Vorfahren stammen vermutlich nicht aus Persien, sondern aus dem türkischen Raum, zumindest jedenfalls aus Kleinasien. Angelehnt an die türkische Hauptstadt Ankara bezeichnete man sie bis 1876 als Angorakatzen (nicht zu verwechseln mit der Türkisch Angora). Vor rund 400 Jahren aus Kleinasien nach Europa eingeführt, entstanden durch Züchtungen und Kreuzungen schließlich die Katzen, die heute als Perser bekannt sind. Einmal mehr waren es Katzenzüchter aus England, die eine gezielte Zucht begründeten. In den 1970er-Jahren wurden in Amerika viele Massenzuchten aufgebaut – sehr zum Leidwesen der Katzen. Rassespezifische Merkmale wie der gedrungene Körper und die kurze Nase wurden immer deutlicher gezüchtet. Diese negativen Veränderungen kamen durch den Verkauf der Katzen auch nach Europa. Erst seit etwa 20 Jahren gelingt es verantwortungsvollen Züchtern, Katzen zu züchten, die dem Standard entsprechen, gleichzeitig aber kerngesund sind.

Hätten Sie’s gewusst?
Ihren eigentlichen Durchbruch feierte die Perser 1871 im Kristallpalast in London, als sogar Königin Victoria zwei blaue Katzen dieses Typs erstand. Keine Frage, diese Rasse passte mit ihrer Kombination aus respektgebietendem Aussehen und edler Zurückhaltung sehr gut in die feinen Salons der britischen Adelskreise.

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