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Britisch Kurzhaar

Britisch Kurzhaar Blau
Am bekanntesten und beliebtesten ist die blaue BKH. Wobei das Blau auf den ersten Blick ein dunkles Grau ist und erst im richtigen Licht das Fell eine minimale bläuliche Farbe erahnen lässt. Insbesondere im Gegenlicht erstrahlt das seidige Fell regelrecht in allen grauen Schattierungen. In der Kombination mit satten kupferfarbenen Augen wickelt jede blaue BKH den Menschen mit einem kurzen Blick um die Pfote.

Farbvarianten
Neben dem klassischen Blau gibt es aber inzwischen über 300 verschiedene und vom FIFe anerkannte Farbvarianten bei der Britisch Kurzhaar. Das reicht von einfarbigen Varianten (blue, lilac, black, chocolate, red, cream, white), über die Schildpatt-, Shaded-, Tabby- bis zu den Bicolor-Varianten. Du solltest Dich am besten mal ganz in Ruhe mit den Farbvarianten auseinandersetzen, um Deine favorisierten Fellvarianten zu finden. Das erleichtert Dir auch ein wenig die gezielte Suche nach dem passenden Züchter. Die meisten Zuchten haben sich auf einige wenige Fellfarben spezialisiert.

Fellfarbe vs. Charakter
Die Vererbungslehre ist aufgrund ihrer Fülle sehr umfassend und anspruchsvoll. Da die einzelnen Züchter für Ihre Zuchtziele in aller Regel nicht auf einen unbegrenzten Genpool zurückgreifen und bestimmte Gene nicht einfach verändern können, haben die einzelnen Farbvarianten auch teilweise bestimmte Eigenarten. So sind die wunderschönen Britisch Kurzhaar Tabbys auch oftmals etwas temperamentvoller oder die BKH mit Siamabzeichen „reden“ etwas mehr als ihre Artgenossen. Dies sind jedoch keine verbindlichen Eigenarten. Es gibt auch Zuchten mit sehr ruhigen und ausgeglichenen Tabbys. Schau Dir deshalb die Elterntiere Deiner Wunschzucht genau an und entscheide in aller Ruhe, ob Dir auch das Wesen der Tiere zusagt.

„Whiskas Katze“
Die sogenannte Whiskas Katze ist ebenfalls eine Britisch Kurzhaar. Sie verfügt über eine der silbernen Wildfarben. Während einfarbige BKH eine durchgängig gleichmäßige Farbe aufweisen und Ihre Wildzeichnung im Erwachsenenalter verlieren, besitzen die Tabbys unterschiedliche Muster. Hier unterscheidet man zwischen gestreiftem Tabbymuster (Mackerel), dem gebänderten Abessinier Ticking und dem gestromten oder geräderten Blotched (Classic). Interessanterweise besitzt die Tabby nicht nur das Muster ihrer wilden Vorfahren, sondern ist auch vom Wesen häufig etwas wilder als ihre einfarbigen Verwandten. Ihr Körperbau ist meist schlanker und drahtiger, ihre Bewegungen etwas schneller und geschickter, aber auch ihr Mitteilungsbedürfnis ist intensiver ausgeprägt. Die Tabby „plappert“ gern mal vor sich hin und teilt ihren Menschen mit, was sie gerade denkt oder wie ihr Tag war. Diese Charaktereigenschaften und die Statur erinnern dann eher an die American Shorthair als an die britische Variante. Einige Züchter haben es aber bereits geschafft, auch die Tabby-Varianten mit dem ausgeglichenen, ruhigen Charakter und der typischen Statur der einfarbigen BKH zu vereinen.

„Sheba Katze“
Auch die „Sheba Katze“ ist eine BKH. Sie besitzt das klassische Blau als Fellfarbe. Das elegant wirkende Fell ist dicht, besitzt eine ausgebildete Unterwolle und fühlt sich äußerst plüschig an. Dazu bilden die leuchtenden Augen, die bis zu einem intensiven Kupferton gehen können, einen perfekten Kontrast und nehmen jeden gefangen. Der beinah etwas gemütlich wirkende und kurzbeinige Körperbau vermittelt den Eindruck einer extrem faulen Katze. Davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen. Auch die blaue BKH genießt das ausgiebige Spiel mit dem Menschen und Artgenossen und ist dabei äußerst geschickt.

Weiße Britisch Kurzhaar
Sind wir doch mal ganz ehrlich. Die weiße BKH sieht fantastisch aus. Hat sie dann auch noch blaue Augen und die typische BKH-Statur, dann wird wohl jeder BKH-Liebhaber schwach. Doch wie bereits an anderer Stelle erwähnt, bezahlt die Katze dieses außergewöhnliche Aussehen leider mit einem erhöhten Risiko für Gesundheitsprobleme. Die Genvarianten für das weiße Fell und die blauen Augen gehen auch häufig mit teilweiser oder beidseitiger Gehörlosigkeit, Gleichgewichtsstörungen, Augenerkrankungen und Nachtblindheit einher. Wie auch bei anderen Tieren gibt es zwar strenge Regeln für die Weißzucht bei der Britisch Kurzhaar auf Grundlage des § 11b des Tierschutzgesetzes (Verbot von Qualzucht) und zahlreiche Züchter versuchen mit vorbildlichen Methoden die Risiken zu minimieren, aber auch Audiometrie-Tests und andere Maßnahmen können die Gefahr für Folgeerkrankungen nicht komplett ausschließen.

Quelle

Britisch Kurzhaar – Rassebeschreibung
Die Britisch Kurzhaar sieht edel und gleichzeitig flauschig wie ein Kuscheltier aus. Alles an ihr wirkt weich und rund. Diese Katzenrasse hat einen gedrungenen und muskulösen Körper, der in sehr dichter Unterwolle gepackt ist. Das Fell liegt nicht am Körper an, so dass die Britisch Kurzhaar noch flauschiger wirkt. Die Fellfarben und -zeichnungen können stark variieren. Außer cinnamon und fawn ist alles möglich. Der runde und massive Kopf passt zum restlichen Körperbau der Britisch Kurzhaar. Mit ihren kleinen, abgerundeten Ohren, der kurzen, geraden Nase und den großen Augen erinnert ihr Gesicht an einen Teddybären. Auch ihre Beine und ihr Schwanz sind kürzer als bei anderen Rassen.

Charakter der Britisch Kurzhaar
Mit einer Britisch Kurzhaar holen Sie sich einen unkomplizierten, ruhigen und familienfreundlichen Kameraden in Ihr Zuhause. Erwachsene Britisch Kurzhaar Katzen haben ein sehr sanftes Gemüt, sie spielen zwar gerne mit ihren Menschen, doch brauchen sie ebenso ihren Rückzugsort und ihre Ruhephasen. So ist die Katzenrasse ebenso für Familien wie für Singlehaushalte geeignet. Die Britisch Kurzhaar ist sehr anpassungsfähig und verträgt sich gut mit anderen Tieren, egal ob Katzen oder Hunde. Sie kommt aber auch problemlos in einer Einzelhaltung zurecht, sofern sie nicht tagtäglich alleine gelassen wird und ausreichend aktive Zuwendung bekommt.

Ursprung und Geschichte
Über Jahrhunderte lebten die Vorläufer der Britisch Kurzhaar als Hauskatzen in Großbritannien, bevor in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine gezielte Züchtung begann. Das Zuchtziel war eine Katze mit kurzem, weichem und dichtem Fell sowie ausgeglichenem Charakter zu schaffen. So entstand aus der anfangs eher chaotische Verpaarung unterschiedlicher Kurzhaarkatzen (Hauskatzen, Siamesen und Russisch Blau) schließlich die Britisch Kurzhaar, so dass im Jahr 1871 die ersten Katzen dieser Rasse in England ausgestellt wurden.

Nachdem der Zuchtbestand nach den beiden Weltkriegen stark zurückgegangen ist, versuchte man durch Einkreuzung von Perserkatzen und Kartäusern den Bestand zu stärken und gleichzeitig das Aussehen und den Charakter der Britisch Kurzhaar zu veredeln. Auch wenn durch diese Zucht die Kartäuser und die Britisch Kurzhaar kurzzeitig zusammengefasst wurden, unterscheiden sie sich bis auf die blaue Farbe stark voneinander. Seit den 70er Jahren werden beide Katzenrassen wieder getrennt geführt. Eine weitere Abgrenzung erfolgte in den 80er Jahren von der Europäisch Kurzhaar, die im Vergleich zur Britisch Kurzhaar deutlich schlanker ist.

Auf die Verpaarung mit Perserkatzen ist das gelegentliche Auftreten von langhaarigen Kitten in einem Wurf zurückzuführen. Diesem Relikt ist es zu verdanken, dass ganz nebenbei eine neue Rasse entstand, die Britisch Langhaar.

Britisch Kurzhaar – die Haltung
Durch ihr gemäßigtes Temperament hat die Britisch Kurzhaar keinerlei Probleme als reine Wohnungskatze gehalten zu werden. Wenn Sie ihr jedoch einen katzensicheren Balkon oder Garten bereitstellen können, in dem sie ihre Jagdkünste ausleben kann, wird sie sich sicherlich freuen. Generell sollten Sie Ihrer Katze ausreichend Spiel- und Bewegungsanregungen bieten, da die Britisch Kurzhaar mit zunehmendem Alter häufig träge wird und zu Übergewicht neigt. Angel- und Ballspiele regen den Jagdtrieb Ihrer Britisch Kurzhaar an – probieren Sie es mal aus

Pflege einer Britisch Kurzhaar
Trotz der dichten Unterwolle benötigt die Britisch Kurzhaar nicht übermäßig viel Fellpflege. Im Sommer und Winter reicht es völlig aus, wenn Sie Ihre Katze einmal wöchentlich bürsten. Lediglich in der Phase des Fellwechsels braucht die Britisch Kurzhaar etwas mehr Ihrer Unterstützung, um Haarballen oder gar Verfilzungen und Knoten im Fell zu vermeiden.

Häufige Krankheiten bei Britisch Kurzhaarkatzen
Die Britisch Kurzhaar hat nicht nur einen stämmigen Körperbau, sie ist auch sehr robust was die Krankheitsanfälligkeit betrifft. Lediglich mit dem Problem von überschüssigen Pfunden hat sie ab dem Erwachsenenalter häufig zu kämpfen. Durch eine ausgewogene und kalorienarme Fütterung sowie ausreichend Bewegung durch gemeinsame Spielstunden, können Sie Ihre Britisch Kurzhaar  dabei unterstützen bis ins hohe Alter fit und gesund zu bleiben. Von den typischen, vererbbaren Erkrankungen, die eine Zucht leider mit sich bringt, bleiben einige Vertreter der Katzenrasse aber auch nicht verschont. Gemeint sind die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), eine Erkrankung des Herzmuskels, sowie die Polyzystische Nierenerkrankung (PKD). Da beide Erkrankungen erkennbar sind (HCM durch Schallen beim Kardiologen, PKD durch DNA-Test), sollten seriöse und verantwortungsvolle Züchter darauf achten, Trägerkatzen aus der Zucht auszuschließen.

Eine Britisch Kurzhaar kaufen
Wer sicher sein möchte, dass sich die Anschaffung seiner Britisch Kurzhaar Kitten nicht als Fehlkauf entpuppt, kauft bei einem seriösen Züchter, der einem Verband angehört. Der Preis beträgt zwischen 600 und 700  Euro. Auf Schnäppchenangebote sollten Sie besser nicht zurückgreifen, das zahlt sich weder finanziell für Sie noch gesundheitlich für Ihre Katze aus. Sollten Sie kein Interesse an einer Zucht haben, dann können Sie natürlich Abstriche bei den Rassestandards machen. Eine gute und sinnvolle Alternative sind Britisch Kurzhaar „Notfallkatzen“, die sich bestimmt über ein neues Zuhause freuen.

Wenn Sie eine Britisch Kurzhaar bei einem Züchter kaufen, dann sollten Sie neben Erkrankungen von Kitten und Elterntieren auch Fehler im Rassestandard ausschließen. Bei der Britisch Kurzhaar zählen dazu:

  • Mandelförmige Augen
  • Falsche Augenfarbe
  • Zu langes Fell
  • Schwanzdeformation
  • Zierlicher Körperbau

Quelle

Die englischen Straßentiger sind Nachfahren der „Pionierkatzen“, die wahrscheinlich mit den Römern nach Britannien gelangten. Einer ihrer größten Fans, der Katzenliebhaber Harrison Weir, soll vor rund 130 Jahren die Idee gehabt haben, die „Karriere“ englischer Straßentiger zu Rassekatzen zu fördern. Auf der ersten Katzenausstellung im Londoner Kristallpalast im Jahre 1871 konnte man bereits einige dieser Prachtexemplare der Gattung Britisch Kurzhaar, kurz BKH, in mehreren Farben bewundern.

Wen du nicht schlagen kannst, mit dem verbünde dich
Mit diesen Schönheiten wurden gezielt weiter Katzen gezüchtet, immer mit den gesündesten und attraktivsten Tieren. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts kannte man die britische Samtpfote als beliebte Rassekatze auf vielen Ausstellungen. Doch auch andere Katzen machten damals Furore: Die kuschelige Perser faszinierte Katzenfreunde mit ihrem Babygesicht, den runden Formen und dem weichen, langen Fell. Durch eine Einkreuzung der Perser versprachen sich die Züchter eine stämmige Plüschversion ihrer Kurzhaarkatze. Die Verpaarung der beiden beliebten Rassen gelang: Die Züchter erhielten durch wiederholtes Einkreuzen der langhaarigen Perser, später kamen auch Kartäuser dazu, kompakte, kräftige Katzen mit runden Formen, breitem Schädel und einem ungewöhnlich dichten, abstehenden Fell.

BKH – Bilderbuchkatzen von außen und innen
Die neue Rasse BKH kam bei Katzenfreunden sehr gut an, das vornehme Blau gehört dabei zu den beliebtesten Farben. Ihre kindlich-runden Formen und das dicke Plüschfell wecken Mutterinstinkte und den Wunsch, sie ständig zu knuddeln. Kein Wunder, dass man diese Katzen sehr häufig in der Werbung als Bilderbuchkatze sieht. Besonders die blauen, aber auch der Tabby-Farbschlag sind hier sehr beliebt. Durch die Einkreuzung der sanftmütigen Perserkatze hat sich auch der Charakter der ehemals umtriebigen Hauskatze geändert. Vom unternehmungslustigen, freiheitsliebenden Straßentiger verwandelte sich die Britisch Kurzhaar in eine ruhige, zufriedene Wohnungskatze, die sich auf dem Sofa ebenso wohlfühlt wie draußen.

Teddyfell – aber pflegeleicht

Man unterscheidet 50 verschiedene Farbvarianten. Kenner haben bei den Katzen sogar unterschiedliche Charaktereigenschaften je nach Fellfarbe entdeckt. Als verschmust gelten cremefarbene Britisch Kurzhaar, Silvershaded Tabby sollen besonders sensibel und Bicolors eher temperamentvoll sein. Blaue geben sich eher distanziert, während rote sehr anhänglich sein sollen. Doch es kommt natürlich auch auf den Menschen an. Er muss sich die Zuneigung und Freundschaft einer Samtpfote erst mal verdienen. Und auch wenn es nicht so aussieht: Trotz des dichten, abstehenden Teddypelzes gehört die Britisch Kurzhaar zu den pflegeleichten Katzenrassen.

Steckbrief Britisch Kurzhaar

  • dichtes, plüschiges Fell in 50 Farbvarianten
  • pflegeleicht
  • robuster, muskulöser Körperbau, der insgesamt gedrungen und kurz wirken soll
  • erst mit ca. 2 Jahren ausgewachsen
  • Kater erreichen 7 bis 8 kg, Kätzinnen 4 bis 6 kg Körpergewicht
  • großer runder Kopf
  • Ohren breit angesetzt und kurz
  • meist goldfarbene Augen, bei Points blau, bei Silbervarianten grün
  • sanftes, ruhiges Wesen

Quelle

Die Katzenrasse British Shorthair oder Britisch Kurzhaar begeistert schon seit über hundert Jahren Züchter und Liebhaber. Ob sie aus diesem Grund so häufig in der Werbung eingesetzt wird oder gerade durch die Werbung so populär wurde, lässt sich heute nicht mehr eindeutig feststellen. Aber letztendlich ist das den Fans dieser knuddeligen Bärchen auch völlig gleichgültig.

Die Geschichte – Die Britisch Kurzhaar (BKH) wurde als Rasse erstmalig gegen Ende des 19. Jahrhunderts erwähnt. Doch ihre Geschichte ist so alt wie die christliche Zeitrechnung: Vor über 2000 Jahren gelangten durch Kriegsschiffe die ersten kurzhaarigen Katzen vom alten Rom nach Grossbritannien. Hier liegt bereits der Grundstein für die heute so beliebten Rassekatzen. Demzufolge sind sie vor allem dort, in ganz Europa und mittlerweile auch in den USA als unkomplizierte und liebenswürdige Familienkatzen verbreitet.

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde zielgerichtet mit ganz gewöhnlichen Hauskatzen die Zucht blaugrauer Katzen begonnen, und 1871 wurden die ersten Britisch Kurzhaar offiziell im Crystal Palace ausgestellt. Wie bei so vielen Rassen existierten nach den beiden Weltkriegen nur noch wenige Tiere. War bis zu dem Zeitpunkt die Entwicklung der BKH frei von Fremdeinflüssen, so konnte der Restbestand nur durch die behelfsmässige Kreuzung mit anderen Rassen gefestigt und zur Weiterzucht stabilisiert werden. Diese Notlösung erwies sich jedoch letztendlich sogar als positiv, denn es entstand eine robuste, freundliche Katze mit ausgeglichenem Temperament. Erst 1980 spalteten sich die Züchter der Europäischen Kurzhaarkatze ab.

Eine gelungene Mischung
Deutlich erkennbar ist auch heute noch der Einfluss der eingekreuzten Perserkatzen. Sie verliehen der Rasse unter anderem den kompakten Körperbau. Auch die Parallele zur Kartäuser (Chartreux)-Katze ist nicht zu übersehen. Auf sie ist das klassische blaugraue Fell zurückzuführen. Abessinier, Somalis und Siamesen steuerten im Lauf der Jahre weitere Farbschläge bei. Natürlich wiesen die Nachzuchten solcher Misch-Verpaarungen nicht nur die erzielte neue Farbe auf, sondern hatten weitere Spuren hinterlassen. Auf diesem Weg gelangten auch unerwünschte Merkmale in die Britenzucht. Am populärsten ist hier wohl das Langhaar-Gen der Perser. Da dieses versteckt getragen werden kann, ist es nicht gelungen, es vollständig aus der Erbmasse zu eliminieren. Solche versteckten Gene nennt man rezessiv. Sie müssen von beiden Elternteilen eingebracht werden, um bei den Nachkommen sichtbar zu werden. So ist es möglich, dass über viele Generationen hinweg ein rezessives Erbmerkmal unbemerkt weiter vererbt werden kann. Treffen dann zwei Träger aufeinander, so kann – nicht muss – dieses Gen zum Vorschein kommen.

Lange Zeit wurden die aus dem «persischen Erbe» immer wieder mal fallenden langhaarigen BKH verschämt versteckt, denn die Zusammenhänge waren vielen Menschen noch gar nicht bekannt. Ein Züchter, der eins oder mehrere langhaarige Kätzchen im Wurf hatte, geriet somit leicht in den Ruf, nicht rasserein zu züchten. Inzwischen waren Fremdverpaarungen aber bei keinem Verband mehr zulässig. So wurden diese Kitten ausschliesslich in Liebhaberhände gegeben. Erst vor wenigen Jahren bekamen sie einen eigenen Namen und wurden daraufhin von einigen Verbänden als Highlander Katzen anerkannt. Sämtliche Merkmale sind bis auf die Felllänge identisch mit denen der Britisch Kurzhaar. Heute findet man häufig Catterys, die mit beiden Varianten arbeiten.

Kartäuser oder nicht Kartäuser
Anfangs wurden die BKH hauptsächlich in Blaugrau gezüchtet und wegen der kriegsbedingten Ausdünnung beider Rassen häufig mit der Kartäuser gekreuzt. Zwangsläufig vermischten sich dadurch die typischen Merkmale und die Katzen wurden einander immer ähnlicher, bis sie schliesslich 1970 von der FIFé zu einer Rasse zusammengefasst und alle Blaugrauen unter dem Namen Kartäuser geführt wurden. Sämtliche andersfarbigen Vertreter der Rasse liefen weiterhin als Britisch Kurzhaar. Diese Regelung zog ständige Proteste von Seiten der Züchter der ursprünglichen Kartäuser (die inzwischen offiziell Chartreux genannt werden) nach sich, sodass bereits 1977 diese Entscheidung zu Recht zurückgenommen wurde.

Mittlerweile unterscheiden sich BKH und Chartreux wieder deutlich. Während Letztere einen eher langen, schlanken Körperbau und idealerweise eine trapezförmige Kopfform mit mittellanger, gerader Nase, gerader Stirn und hoch aufgestellten Ohren aufweist, ist der Brite kurz und rund mit rundem Kopf, kräftigen Backen, einer kurzen Nase mit leichter Einbuchtung und kleinen seitlich gesetzten Ohren. Die Augen sind rund, die der Chartreux jedoch mandelförmig. Und auch die Beschaffenheit des Fells ist unterschiedlich: dunkelgrau mit anliegendem Deckhaar und Unterwolle in unterschiedlichen Längen bei der «echten» Kartäuser, in einheitlicher Länge, vom Körper abstehend, plüschig-griffig und wesentlich heller, fast silbrig, das Fell der BKH. Dennoch führen manche Verbände die blauen Briten immer noch unter der unrechtmässigen Bezeichnung Kartäuser und tragen damit zu fortlaufender Verwirrung bei.

Kunterbunte Katzenvielfalt
Die Vielfalt der vorkommenden Farbschläge ist beeindruckend. So hat der Interessierte mittlerweile die Wahl zwischen weit über 300 anerkannten Varietäten. Zu den Farben wie Blau, Weiss, Schwarz, Chocolate, Lilac, Rot und Creme mit orange- oder kupferfarbenen Augen kamen 1981 die Silbertabby, 1982 die Silbershaded und die Chinchilla-Farben sowie 1990 die Goldentabby hinzu, die – wie die vorher genannten – grüne Augen haben. 1995 gesellten sich noch die blauäugigen Colourpoints dazu, die über Perser und Siamesen eingekreuzt wurden. Da liegt auch der Grund, weshalb die Point-Briten häufig deutlich «gesprächiger» sind als ihre nicht gepointeten Verwandten. Sämtliche Farbschläge kommen sowohl einfarbig als auch mit Weiss vor. Und diese sind wiederum noch in unterschiedlichen Mustern möglich: Tabby und/oder Tortie (auch als Schildpatt bekannt). Doch es geht noch weiter. Seit einigen Jahren arbeiten engagierte Züchter bereits an zimtfarbenen Briten: Cinnamon wird diese warme Farbe genannt und sie bringt als Verdünnung Fawn (ungefähr Altrosa) mit ein. Verdünnung wird in der Vererbungslehre ein spezielles – rezessives – Gen genannt, das die Einlagerung von Farbpigmenten teilweise hemmt, sodass die sichtbare Farbe heller erscheint.

Pflegeleicht im doppelten Sinn
Verallgemeinernd könnte man sagen, die Britisch Kurzhaar ist durchweg rund. Kopf, Körper, Augen, Pfoten, selbst die Schwanzspitze – alles ist rund gewünscht. In der Fachsprache heisst das, «die Katze ist cobby». Erwachsene Kater entwickeln kräftige Backen und sehen mit den kurzen, stämmigen Beinen sehr beeindruckend aus. Erst mit etwa drei Jahren sind die Briten völlig ausgereift. Kater wiegen zirka sieben bis acht Kilogramm, weibliche Tiere sind deutlich kleiner und erreichen im Schnitt ein Gewicht von vier bis fünf Kilogramm. Besonders die Kitten sehen aus wie kleine Bärchen und so werden sie von den Fans der Rasse liebevoll genannt. Auch ihr Charakter weist einige Parallelen zum grossen Namensgeber auf: Sie sind tapsig und gemütlich, aber keineswegs langweilig. Völlig fremd ist ihnen allerdings deren Aggressionsbereitschaft. Ihr Charakter ist wie ihr Fell: unkompliziert.

Aufgrund der Fellbeschaffenheit ist die Pflege denkbar einfach. Das kurze, dichte Haar fühlt sich fest und trocken an, neigt nicht zu Knötchenbildung und benötigt prinzipiell kaum Kamm und Bürste. Allerdings geniessen die meisten BKH eine ausgiebige Bürstmassage und kommen ungerufen freudig angelaufen, wenn man nur die Bürste aus ihrem Behältnis nimmt. Lediglich während des Fellwechsels ist es sinnvoll, etwas häufiger die abgestorbenen Haare auszukämmen, ansonsten reichen wenige Bürstenstriche, ein- bis zweimal wöchentlich, aus.

So schnell bringt einen Briten nichts aus der Ruhe. Sie sind liebenswerte Hausgenossen, die gut mit Kindern, anderen Katzen oder Hunden harmonieren und sich problemlos den Gegebenheiten anpassen, sofern ihre Grundbedürfnisse erfüllt werden. Wenn die Bezugsperson immer zu einer bestimmten Zeit von der Arbeit heimkommt, dann wird es nicht lange dauern und die BKH steht bereits wartend in Türnähe. Der künftige Besitzer sei gewarnt: Die Anpassungsfähigkeit dieser freundlichen Katze kann auch zu folgenschweren Missverständnissen führen: Stehen Sie nur einmal nachts auf, um das Weinen des neuen Familienmitglieds mit einer Extraportion Futter zu beenden, dann kann das ein allnächtliches Ritual werden. Das Britenkind geht einfach davon aus, dass die Nachtmahlzeit im neuen Haus üblich ist und wird Sie in der nächsten Nacht daran erinnern.

Die typische Schosskatze ist bei dieser Rasse relativ selten zu finden. Sie lieben es, ihren Menschen in unmittelbarer Nähe zu haben – aber das reicht dann auch. Sie folgt Ihnen auf Schritt und Tritt, doch wenn Sie sie auf den Arm nehmen, dann streikt sie. Das ist nicht die Form von Liebesbezeugung, die sie bevorzugt. Sie zeigt ihre Zuneigung subtiler, zum Beispiel, indem sie Sie intensiv anschaut, Ihren Blick festhält und dann das Mäulchen öffnet, als wollte sie miauen. Doch kein Ton kommt über ihre Lippen. Dieses stumme Miau ist so rührend, dass man der Katze in dem Moment alles verzeihen würde. Und seien Sie sicher, die BKH weiss das ganz genau!

Wichtig in der Bärchenzucht
Obwohl es sich bei den sogenannten Bärchen um eine sehr beliebte Rasse handelt, ist der Durchschnittsbrite robust und gesundheitlich stabil. Wie bei allen Katzenrassen empfiehlt sich vor der Zucht natürlich eine gründliche Linienrecherche. Durch die Verwandtschaft mit den Persern ist das theoretische Risiko einer PKD (Polycystic Kidney Disease = polyzystische Nierenerkrankung) besonders zu beachten. Ähnlich verhält es sich – wie bei vielen Katzenrassen – mit HCM (Hypertrophe Cardiomyopathie). Doch für seriöse Züchter ist das so selbstverständlich wie das tägliche Zähneputzen. Dank intensiver Zuchtarbeit vornehmlich deutscher und holländischer Züchter gilt die Britisch Kurzhaar als eine der gesündesten Rassen unserer Zeit. Einen besonderen Sachverhalt gilt es jedoch unbedingt zu beachten: die Blutgruppen der Zuchttiere. Im Genpool existieren ungewöhnlich viele Katzen mit der Blutgruppe B, was bei Nichtbeachtung den Tod der Nachkommen bedeuten kann. Gebiert eine Mutterkatze der Blutgruppe B Kitten von einem Kater der Blutgruppe A, so befinden sich darunter wahrscheinlich ebenfalls Kitten mit Gruppe A. Trinken sie in den ersten Lebensstunden die Milch der Blutgruppe-B-Mutter, so nehmen sie damit Antikörper gegen die eigene Blutgruppe auf und entwickeln eine Abwehrreaktion (Isoerythrolyse), die lebensgefährdend ist. Vor Zuchteinsatz ist es ein absolutes Muss, die Tiere auf ihre Blutgruppen zu testen. Ist es aus irgendeinem Grund zu einer solchen Risikoverpaarung gekommen, muss das Trinken der geborenen Kätzchen unbedingt verhindert werden – entweder durch Trennung oder Abdecken des Gesäuges mittels speziellem Anzug. Innerhalb der ersten 24 Stunden müssen die Kitten natürlich entweder von Hand gefüttert oder einer Gruppe-A-Kätzin angelegt werden. Danach sind die Darmwände so weit «gereift», dass sie für die Antikörper nicht mehr durchlässig sind und die Kätzchen gefahrlos von der Mutterkatze gesäugt werden können.

FIFé-Standard
Allgemein
Grösse: Gross bis mittelgross.

Kopf
Form: Rund und massiv mit breitem Schädel.
Nase: Kurz, breit und gerade mit einer leichten Einbuchtung, jedoch kein Stopp wie bei den Exotic.
Kinn: Kräftig.

Ohren
Form: Klein und an den Spitzen leicht abgerundet.
Platzierung: Weit gestellt.

Augen
Form: Gross, rund, weit geöffnet und weit auseinander gesetzt.
Farbe: Kupferfarben oder dunkelorange, blau, ungleich (odd eyed), grün (bevorzugt) oder blaugrün.

Hals
Kurz, kräftig und gut entwickelt.

Körper
Struktur: Muskulös, gedrungen, breite Brust, Schultern und Rücken stark und kräftig.

Beine
Form: Kurz und stämmig.
Pfoten: Rund und kräftig.

Schwanz
Kurz und dick, leicht gerundet an der Spitze.

Fell
Struktur: Kurz und dicht, nicht flach anliegend und mit guter Unterwolle. Feine Textur, die sich griffig anfühlen sollte.
Farbe: Jedes Haar bis zur Wurzel einheitlich, Silber- und Tabbyvarietäten sind hiervon ausgenommen.

Anerkannte Farben
Alle Farben mit und ohne Weiss, Pointfarben, jedoch nicht Cinnamon und Fawn.

Text: Hannelore Büchner-Mack

Quelle

Steckbrief

  • Größe: mittelgroß
  • Gewicht: Katze 3,5 – 4,5 kg; Kater 5,5 – 7 kg
  • Felllänge: Kurzhaar (Langhaar)
  • Fellfarben: alle Farben (FIFe: ohne cinnamon/fawn)
  • Augenfarbe: je Fellfarbe blau, odd eyed, grün oder kupfer/dunkelorange
  • Ursprungsland: Großbritannien

Charakteristika

  • Bewegungsdrang: mittel
  • Lautstärke: gering
  • Pflegeaufwand: mittel
  • Zeitaufwand: mittel

Aussehen
Das äußere Erscheinungsbild der Britisch Kurzhaar kann je nach Clubzugehörigkeit ziemlich schwanken, nichtsdestotrotz soll bei einer harmonisch gebauten Katze quasi alles rund sein, auch der Kopf im Profil, aber natürlich nicht so extrem wie z. B. bei Exotics: Der Standard beschreibt sie als groß/mittelgroß, muskulös, gedrungen, mit breiter Brust und kräftigen Schultern/Rücken. Der breite Schädel ist rund und massiv, die Nase kurz, breit und mit leichter Einbuchtung (kein „Stop“); die weit gestellten Ohren klein mit runder Spitze; die Augen groß, rund, mit weitem Abstand; der Hals kurz, kräftig; die Beine kurz und stämmig; der Schwanz kurz und dick; das Fell kurz, dicht mit guter Unterwolle und feiner Textur, nicht am Körper anliegend.
Mit Ausnahme der Felllänge sollte auch eine Britisch Langhaar diesem Standard entsprechen.

Wesen und Charakter
In der Regel erfrischend natürlich und unkompliziert, sind die Briten dank ihrer Anpassungsfähigkeit und liebevollen Toleranz ideale Partner sowohl für eine Familie mit Kind/Hund als auch Singles jeder Altersstufe. Von eher ruhigem, unaufdringlichem Wesen, kommen sie gut als Einzelkatze zurecht, wissen aber einen adäquaten Kameraden zu schätzen – und sich zu wehren, werden sie geplagt. Obwohl intelligente und blitzschnelle Jäger, neigt die an sich langlebige Rasse im hohen Alter oder bei Übergewicht zum Phlegma und kann bei zu wenig Beachtung seelisch verkümmern.

Haltung und Pflege
Bei der pflegeleichten Kurzhaar reicht wöchentlich einmal Kämmen/Bürsten. Andernfalls sind je nach Dichte der Unterwolle etwa ab dem dritten Lebensjahr filzige Knoten und sogar schmerzhafte Platten möglich und ein Abscheren wird nötig (Tierarzt, Narkose). Die Langhaar sollte mehrmals pro Woche gut durchgekämmt werden. Ausgewogene Ernährung, abgestimmt auf das Alter und die Aktivität, hält fit und vital. Ab der Lebensmitte kann kalorienarme Kost notwendig werden, um Übergewicht zu vermeiden.

Krankheitsanfälligkeiten
„Bewusst robust“ passt gut auf diese Rasse, die keine Neigung zu besonderen Wehwehchen hat. Dennoch nicht immun, ist in den letzten Jahren vermehrt eine autosomal dominant erbliche Krankheit namens HCM aufgetaucht: Die hypertrophe Kardiomyopathie (gibt’s auch bei Hunden und Menschen) ist die am häufigsten diagnostizierte Herzerkrankung bei Katzen generell. Die Symptome sind Rhythmusstörungen, Kammerflimmern (= plötzlicher Herztod), Herzrasen, beschleunigte Atmung, Kurzatmigkeit, Lungenödem, Flüssigkeitsansammlung im Brustfell (= Herzversagen). Gelangen Blutpfropfen in der arteriellen Kreislauf, kann es zu Lähmungen der Hinterhand kommen. Betroffene Katzen erkranken in der Regel im frühen Erwachsenenalter. Zum Austesten stehen derzeit eine Ultraschalluntersuchung und ein DNA-Test zur Verfügung, wobei je nach Alter Wiederholungen zu empfehlen sind.

Das Kürzel PKD beherrscht außerdem die Diskussionen in Katzenzüchterkreisen: Es steht für „Polycystic Kidney Disease“, sprich erbliche Nierenzysten, die vor allem bei Perser- und Exotic-Shorthair-Katzen, aber auch Britisch Kurzhaar und anderen Rassen auftreten. Zum Teil sind über die Hälfte der Katzen betroffen – ein Alptraum für Züchter und Halter. Denn erst im späteren Lebensalter zeigen sich klinische Symptome infolge Nierenversagens. Bis dahin haben viele der Anlageträger bereits Nachwuchs und damit das Gen für PKD weitervererbt. Mit einer Ultraschall-Untersuchung lässt sich die Veranlagung hingegen schon früh nachweisen. Ab der zehnten Lebenswoche können erfahrene Untersucher feststellen, ob in der Niere Zysten, also flüssigkeitsgefüllte Bläschen, vorhanden sind. Wichtig ist, dass Katzen mit Zysten konsequent von der Zucht ausgeschlossen werden, denn der Erbgang (autosomal dominant) ist zweifelsfrei bewiesen. Das bedeutet: Eine Katze mit Zysten vererbt sie praktisch immer, selbst wenn manche Katzenzüchter dies aus verständlichen Gründen bestreiten.

Herkunft und Geschichte
Der Name ist Programm, denn ihre Wiege stand in England. Als in der Katzenzucht aus heutiger Sicht die Chaostheorie vorherrschte, weil Vererbungsmechanismen noch unbekannt waren, warfen die Züchter zunächst alles Kurzhaarige in einen Topf. Soweit bekannt bilden Hauskatzen, Siamesen, Russisch Blau und Chartreux die Grundlage der Rasse. Die Blauen war schon damals der Trendsetter, weshalb sie 1899 als eine der ersten einen Rasse-Namen und auf Shows eine eigene Kategorie bekamen, während der „Rest“ als „any other variety“ im Einheitstopf blieb. Wenige Jahre danach eroberten die Briten auch die Herzen jenseits des Kanals und die Farbpalette wurde sukzessive erweitert bis zur heutigen Vielfalt (ca. 300 Varietäten). Zwar weltweit anerkannt, bringt ihnen aber Europa die größte Wertschätzung entgegen.

Die Britisch Langhaar, auch Highlander, Lowlander oder Britannica genannt, sind, unhöflich ausgedrückt, das langjährige Nebenprodukt notwendiger Verpaarungen zwischen Britisch Kurzhaar und Perserkatzen. Mehr oder weniger gratis an Liebhaber vergeben, mochten sich einige Züchter damit nicht zufrieden geben und strebten die Anerkennung als Rasse an. Die ihnen bisher aber fast alle großen Dachverbände verweigert haben.

Quelle

Wer kennt sie nicht? – Die bezaubernde Katze aus der Whiskas-Werbung. Ihr stolzer Charme fasziniert dabei nicht nur die Werbebranche. Immer mehr Katzenliebhaber entscheiden sich für die Schoßkatze im Bärenkostüm.

Ursprung
Die Wurzeln der Britisch Kurzhaar Rasse reichen bis ins alte Römischen Reich zurück. Unter den Römern galt die Katze als nützlicher Mäuse- und Rattenfänger, der die so wertvollen Getreidevorräte verteidigte. Zusammen mit den römischen Söldnern gelangte sie schließlich bis ins ferne England, wo sie die folgenden 1800 Jahre ein relativ unscheinbares Leben führte. Erst im Viktorianischen Zeitalter begann man sich für diese Rasse zu interessieren und sie gezielt zu züchten. Die Verpaarung mit Perserkatzen führte schnell zur Entstehung der langhaarigen Briten (Britisch Langhaar Katzen). Im 2. Weltkrieg wurde die Rasse – aufgrund von Nahrungsmittelknappheit – fast vollkommen ausgerottet. Um die Population wiederzubeleben, wurden in den Nachkriegsjahren heimische Rassen eingekreuzt. In Folge dessen entstanden immer vielfältigere Farb- und Fellzeichnungen.

Aussehen
Das Sinnbild „Schoßkatze im Bärenkostüm“ hat keine andere Katzenrasse mehr verdient als die Britisch Kurzhaar. Zum Ausdruck bringt dies ihr stämmiger und robuster Körper mit der breiten Brust und den kräftigen Beinen. Typisch ist zudem ihr kurzer und dicker Schwanz, der an der Spitze abgerundet ist. Nicht zuletzt wegen ihres großen runden Kopfes, den weit geöffneten Augen und den unverkennbaren Pauschbacken wird vor allem der BKH Kater oft liebevoll als „Bärchen“ bezeichnet.

Wesen
Die Britisch Kurzhaar ist ein würdevoller Lebensbegleiter. Mit ihrer liebevollen und intelligenten Art zieht sie jedes Familienmitglied in ihren Bann. Sie genießt die Anwesenheit von vertrauten Menschen aber auch Artgenossen und Hunden. Mit Kindern versteht sie sich problemlos, solange sie respektvoll behandelt wird. Im Gesamten ist sie mit ihrem ruhigen und warmherzigen Auftreten, ihrem bärchenhaften Aussehen und ihrem umgänglichen Charakter eine ideale Familienkatze.

Gesundheit
Aufgrund ihrer gemütlichen Art neigt die Britisch Kurzhaar zu Übergewicht. Allgemein sollte eine BKH groß aber nicht fett sein. Artgerechte Ernährung und Bewegung im Spiel reduzieren einen übermäßigen Körperfettanteil. Interessante Spielzeuge, Katzenkratzmöbel und ein motiviertes Herrchen sind der beste Weg zum Idealgewicht. Leider ist die Rasse nicht frei von Erbkrankheiten. Einzelne Katzen leiden an einer angeborenen Erkrankung der Herzmuskulatur (HCM) oder einer vererbten Zystenbildung in den Nieren (PKD). BKH Züchter haben die Verantwortung HCM und PKD über DNA-Tests in der Zuchtlinie auszuschließen. Die Verpaarung einer positiv getesteten BKH Katze ist nach deutschem Tierschutzgesetz nicht erlaubt!

Haltung
Eine Wohnung mit ausreichend Spielraum und einem Balkon oder Terrassenzugang schätzt die Britisch Kurzhaarkatze. Der Freigang kann ihr unter Beobachtung und bei gutem Wetter gewährt werden. Allgemein sollte sie aber nicht als Freigänger gehalten werden, da sie anfällig auf Witterung oder Krankheiten anderer Katzen reagiert.

Pflege
Das flauschige und weiche Fell der Rassekatze sollte regelmäßig zwei bis drei Mal pro Woche gebürstet oder gekämmt werden. Die regelmäßige und richtige Fellpflege für Kurzhaarkatzen minimiert lose Haare im Fellkleid und festigt zugleich die soziale Bindung zwischen Mensch und Tier. Zur Fellwechselzeit (Frühjahr) ist eine tägliche Fellpflege nicht nur für die BKH sondern auch für ihr Umfeld von Vorteil.

Farben und Fellzeichnungen
Die Britisch Kurzhaar Rasse ist vielseitig in Farbe und Fellzeichnung. Eine der gegenwärtig beliebtesten Farben ist die BKH Blau, welche oft fälschlicher Weise als Kartäuser bezeichnet wird. Aber auch Tabbymuster sind erwünschte Besonderheiten unter den Züchtern und Herrchen. Große Bekanntheit erhielt die Britisch Kurzhaarkatze als Hauptdarsteller in der Sheba- und Whiskas Werbung. Dennoch ist die wahre Vielfalt (300 von der FIFe anerkannten Farbvarietäten) der BKH Farben kaum bekannt.

Quelle


Britisch Kurzhaar

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