//

Abessinierkatze

Die Abessinierkatze – die Diva unter den Katzen
Ursprung
Es kursieren viele romantische Geschichten über die Herkunft der Abessinierkatze. Hingegen der veralteten Annahme, dass die Rasse aus dem frühen Kaiserreich Abessinien (Äthiopien / Ostafrika) stammt, weiß man heute, dass ihre Ursprünge in Südostasien liegen. Seit dem 19. Jahrhundert wird die Abessinier planmäßig gezüchtet. Damit zählt sie neben den Siam- und Perserkatzen zu den ältesten Zuchtrassen. Im Jahr 1935 wurde sie erstmals in den USA gezüchtet und gewinnt seither an stetig wachsender Beliebtheit. Im Rahmen dieser Zuchtprogramme entstand die heutige Somali Katze – die langhaarige Variante der kurzhaarigen Abessinierkatze.

Aussehen
Die Abessinierkatze ist eine sehr aktive und ausdauernde Katzenrasse. Dies zeigt sich vor allem in ihrem Körperbau, der einem jungen und athletischen Puma gleicht. Sie verfügt über ein einzigartig geticktes Fell, das im Idealfall völlig frei von üblichen Zeichnungen ist. Ihr schlanker aber muskulöser Körper steht auf hohen Beinen. Diese wiederum enden in zarten ovalen Pfoten mit tongleichen Ballen. Ihr Schwanz ist lang und kräftig. Der lange schmale Hals führt zu einem leicht keilförmigen Kopf mit zugespitztem Profil. Ihre mandelförmigen Augen und ihre großen abgerundeten Ohren sind weit auseinander gesetzt. Manche Katzen sind mit zarten Pinseln am oberen Ende der Ohren geschmückt. Im Gesamtbild zeigt sich die Abessinierkatze als eine sehr stolze und selbstbewusste Rassekatze.

Wesen
Sie hat ihren eigenen Kopf und liebt es mit ihrem Besitzer zu interagieren. Dabei beobachtet sie ihr Gegenüber genau. Fast scheint es, als würde sie menschliche Gewohnheiten studieren. Auf das Wohlbefinden Ihrer Besitzer reagiert sie sensibel. Wenn ihr Herrchen schlecht gelaunt ist, versucht sie ihn gekonnt abzulenken. Das scharfsinnige Tier lernt Befehle auszuführen, apportiert oder geht mit Ihnen spazieren. Spielerisch kann man ihr zahlreiche Tricks beibringen. Das fördert ihr schlaues Köpfchen und treibt ihre soziale Entwicklung voran. Die intelligente Katze ist schnell gelangweilt. Wird sich ihrer Meinung nach nicht genug um sie gekümmert, so wird sie Ihre Aufmerksamkeit lautstark einfordern. Abessinierkatzen sind kleine Diven und möchte auch so behandelt werden. Geben Sie ihr das Gefühl, dass sie der Mittelpunkt Ihres Lebens ist.

Gesundheit
Abessinierkatzen können an Pyruvatkinasemangel (PK) leiden. Hierbei handelt es sich um eine erbliche Störung der Glykolyse mit Auswirkungen auf den Erythrozytenstoffwechsel. Katzen die an PK erkranken, leiden an Blutarmut. Die Krankheit äußert sich in Schläfrigkeit, Erhöhung der Reizschwelle, Gelbsucht, blassem Zahnfleisch oder einem aufgeblähten Bauch. Eine Behandlung ist nicht möglich. Die Krankheit kann sowohl bei Kitten als auch bei erwachsenen Katzen auftreten. Ein DNA-Test kann Gewissheit geben, ob eine Katze die Krankheit in sich trägt. Weiterhin erkranken einige Katzen an Renale Amyloidose (RA – einer Stoffwechselstörung) oder Progressive Retina-Atrophie (PRA – Netzhautschwund). Auch Patellaluxation (eine Deformation des Kniegelenkes) kann nicht ausgeschlossen werden.

Haltung
Die Abessinier ist alles andere als eine Schoßkatze. Es gibt nichts, was sie lieber täte, als springen, klettern und erkunden. Sie hat eine enorme Ausdauer und ist ständig in Bewegung. Natürlich sollte ihr Zuhause dementsprechend ausgestattet sein. Ein hoher Kratzbaum und ausreichende Kratzmöglichkeiten, wie zum Beispiel ein selbstgebauter Kratzwürfel für Katzen, sind ein absolutes Muss. Sie liebt es die Hauptrolle zu spielen. Auf einen Artgenossen, der ihr diesen Platz streitig macht, kann sie gern verzichten. Am besten sollte sie von nur einer Person, die viel Zeit und Ausdauer hat, gehalten werden. Als Anfängerkatze ist die charakterstarke Abessinier nicht geeignet.

Pflege
Das kurze Haarkleid der Abessinier Katze ist sehr leicht zu pflegen. Abgestorbene Haare können durch wöchentliches Kämmen entfernt werden. Die Nagel- und Zahnpflege sollte nach Absprache oder zusammen mit einem Tierarzt regelmäßig durchgeführt werden. Um das Immunsystem Ihrer Katze zu stärken, empfehlen sich jährliche Schutzimpfungen.

Farben und Fellzeichnungen
Das getickte Fell der Abessinierkatzen ist einmalig unter allen Katzen. Jedes einzelne Haar weist mehrere Bänderungen auf, welches als Ticking bezeichnet wird. Das Katzenfell erhält dadurch einen seidigen Schimmer. Zu den anerkannten Farben zählen alle Wildfarben, Blue, Sorrel, Fawn und Silbervarianten. Nicht anerkannt sind Chocolate und Lilac.

Quelle

Die Abessinier gehört einer alten Katzenrasse an, die aus Südostasien stammt. Ihre Ähnlichkeit zum Puma macht die kleine, zierliche Katze mit dem lebhaften Temperament zum Hingucker. Die Abessinier ist eine besonders elegante Katze, mit einem schlanken, aber muskulösen Körperbau. Sie hat lange Beine, schmale Pfoten und einen keilförmigen Kopf mit einem geschwungenen Profil. Die Abessinier hat große, mandelförmige und ausdrucksstarke Augen, die meist bernsteingelb oder grün sind. Das Fell der Abessinier ist dicht, fein und kurz. Es liegt eng am Körper und hat einen schönen Glanz. Ein typisches Rassemerkmal der Abessinierkatze ist das sogenannte „Ticking“ des Fells: Als „Ticking“ wird die doppelte oder dreifarbige Bänderung des Haares bezeichnet, die dem Fell ein ähnliches Aussehen wie dem eines Wildkaninchens gibt. Der Effekt, der durch diese Farbzeichnung entsteht, heißt Agouti-Effekt. Eine weibliche Katze gehört mit einem Gewicht zwischen 2,5 und 4 kg eher zu den leichteren Katzenrassen, Kater erreichen ein Durchschnittsgewicht von 3,5 bis 5 kg. Die Schulterhöhe der Abessinier liegt bei ungefähr 40 cm, die Länge bei 60 cm.

Die Abessinier: Verspielt und anhänglich
Die Abessinierkatze ist eine besonders gesellige Katze, die viel Aufmerksamkeit braucht. Wer ihr zu wenig Beachtung schenkt, riskiert, dass sie vereinsamt oder Depressionen bekommt. Das intelligente, neugierige Tier sollte am besten immer gemeinsam mit einem Artgenossen gehalten werden. Auch mit Hunden versteht sich die Abessinier in der Regel gut. Die soziale Katze folgt dem Menschen gerne durch die ganze Wohnung und zeigt sich interessiert an seinen Aktivitäten. Sie gilt als unkompliziert und kann gut mit Stress umgehen. Allerdings hat sie auch einen starken Bewegungsdrang, daher sollte ihr immer genug Platz zur Verfügung stehen.

Quelle

Die Abessinier zählt zu den ältesten bekannten Rassen überhaupt und begegnet uns vor allem in Darstellungen, Abbildungen und unzähligen historischen Aufzeichnungen der altägyptischen Geschichte. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Herkunft, Charakter, Wesen, Haltung und Pflege der Katzenrasse Abessinier.

Steckbrief

  • Größe: mittelgroß
  • Gewicht: Katze 3 – 3,5 kg; Kater 4 – 5 kg
  • Felllänge: Kurzhaar
  • Fellfarben: wildfarben, blau, sorrel, beige-fawn, jeweils auch mit Silber
  • Augenfarbe: bernsteinfarben, grün oder gelb
  • Ursprungsland: vermutlich Küstengebiete am Indischen Ozean als
  • Rassekatze: Großbritannien

Charaketristika

  • Bewegungsdrang: hoch
  • Lautstärke: mittel
  • Pflegeaufwand: gering
  • Zeitaufwand: hoch

Aussehen
Der Rassestandard beschreibt die Abessinier als Katze von mittlerer Größe und Körperlänge, fest, geschmeidig und muskulös, mit sehnigen, eleganten, langen Beinen, die in Proportion zum Körper stehen müssen. Der Kopf ist keilförmig à la einem gleichseitigen Dreieck mit weichen, anmutigen Konturen; die Augen groß und mandelförmig; die Ohren verhältnismäßig groß und breit am Ansatz; die mittellange Nase zeigt im Profil eine sanfte Kurve; der Schwanz sollte ziemlich lang sein; das Haarkleid ist kurz, fein, eng anliegend und „geschlossen“ – was leicht an der ebenmäßig melierten Fellzeichnung zu erkennen ist. Weiß auf der Brust oder ein Medaillon gelten als schwere Fehler.

Wesen und Charakter
Abessinier sind Muntermacher, neugierig, aufgeschlossen, intelligent, lernfähig, anhänglich, verschmust, spiel- und kletterfreudig und voll liebenswerter Kapriolen. Und sehr soziale kleine „Gruppentiger“, die sich in einem kleinen Team am wohlsten fühlen, wenn die Gefährten ähnlich lebhaft sind. Kinder oder ein netter Hund sollten kein Problem darstellen. Als Einzelkatze für Berufstätige oder wenig agile Senioren nicht zu empfehlen, könnte aber vereinzelt nach Züchterempfehlung eine ältere Katze geeignet sein.

Haltung und Pflege
Das kurze Pelzchen mit der wenigen Unterwolle macht die Pflege einfach, abgestorbenes Haar sollte trotzdem (ganzjährig) entfernt werden, am besten mit einer Gummi-Bürste. Die Ernährung sollte ausgewogen und dem individuellen Bewegungsdrang sowie dem Alter angepasst sein: Weder Schlankhungern noch Mästen …

Krankheitsanfälligkeiten
Die Abessinier ist in der Regel eine gesunde Katze, die bei entsprechender Haltung keine Neigung zu besonderen Anfälligkeiten entwickelt, aber natürlich auch mal Durchfall kriegen kann, nachdem sie etwa die halbe Sahnetorte gemopst hat. Allerdings ist die Rasse teilweise mit Erbkrankheiten belastet, wie etwa PK (Pyruvat Kinase), eine unheilbare, chronisch regenerative hämolytische Anämie, wobei sich die roten Blutkörperchen auflösen. Weiters PRA (Progressive Retina Atrophie), eine Netzhauterkrankung, wodurch die Photorezeptoren des Auges zerstört werden und die Katze erblindet. Für beide rezessiv erblichen Leiden stehen jedoch DNA-Tests zur Verfügung, was verantwortungsvollen Züchtern durch selektives Eingreifen ermöglicht, die Verbreitung einzugrenzen bzw. nur mit gesunden Tieren zu züchten. Für die vergleichsweise seltene Amyloidose, einem angeborenen, nicht therapierbaren Defekt des Proteinstoffwechsels, der in der Regel mit akutem Nierenversagen endet, stehen derzeit weder Testmethoden zur Verfügung noch ist der Erbgang geklärt. Einem sorgfältigen Züchter bleibt das Auftreten jedoch nicht verborgen, sodass er entsprechend reagieren kann und sich kein Käufer fürchten muss.

Herkunft und Geschichte
Die Abessinier zählt zu den ältesten bekannten Rassen überhaupt und begegnet uns vor allem in Darstellungen, Abbildungen und unzähligen historischen Aufzeichnungen der altägyptischen Geschichte, wo sie – zusammen mit der Egyptian Mau – fast den Status einer Göttin einnahm. Ihre einzigartige Fellzeichnung ist aber auch z. B. aus Ceylon oder Singapur bekannt, weshalb der tatsächliche Ursprung ungeklärt ist. Mit „Zula“ soll 1868 die erste ihrer Art britischen Boden betreten haben und angeblich aus Abessinien eingereist sein. Obwohl von der Schönheit „unserer“ Abessinier weit entfernt, war der Zeitpunkt ideal, denn um diese Zeit wurde in England ein neues Hobby geboren: Katzenzucht. Mangels ähnlicher Paarungspartner musste allerlei Katzenartiges herhalten, vorwiegend Hauskatzen, was die Konzentration auf das streifenfreie, wildfarbene Ticking erschwerte. 1872 erstmals als Rasse registriert, schipperten 1901 die ersten Abessinier von England gen USA. 1934 soll die erste deutsche Abessinierin in Dresden geboren worden sein. Längst weltweit anerkannt, ist ihre Fangemeinde relativ groß.

Hätten Sie’s gewusst?
Die typische Fellzeichnung, eine Besonderheit der Rasse, wird „Abessiniertabby“, „Ticked Tabby“ oder „Ticking“ genannt (nicht zu verwechseln mit dem „Tipping“ silberner Katzen): Jedes einzelne Haar ist in der Grundfarbe (z. B. schwarz bei den Wildfarbenen) zwei- bis dreimal gebändert wie ein Ringelsöckchen. Charakteristisch ist zudem, dass es (abgesehen von Zuchtversuchen mit Fremdrassen) keine roten Abessinier gibt, nur welche, die so aussehen. Weshalb die rotbraun getickte, kupferrote Varietät „Sorrel“ genannt wird. Als Urahnen der Somali werden sie gelegentlich miteinander gekreuzt, ihr Ticking ist aber auch in anderen Rassen zu finden, z. B. bei den Orientalen oder British Goldens.
Die weltweit berühmteste Abessinier war übrigens „Die Katze, die aus dem Weltraum kam“ aus der gleichnamigen Walt Disney-Produktion.

Quelle

Abessinierkatze – verspielte und agile Schönheit aus Südostasien
Haben Sie ausreichend Platz? Denn den werden Sie benötigen, wenn Sie sich mit dem Gedanken befassen, sich eine Katze der Rasse Abessinier zuzulegen. Das sind nämlich schwer agile Tiere, und: Sie lieben die Geselligkeit. Darum sollten Sie auch überlegen, ob nicht ein zweites Tier im Hause sinnvoll wäre.

Das muss nicht einmal eine Katze der selben Rasse sein. Es darf sogar ein Hund als Spielpartner her, denn die Abessinierkatze kommt mit den kalten Nasen auf vier Pfoten ziemlich gut aus.

Die Geselligkeit der schnurrenden Schönheit, die dem Puma deutlich ähnelt, geht soweit, dass sie ihrem Menschen auf Schritt und Tritt folgt. Experten nennen das Interesse an dem, was der Mensch so tut.

Man könnte auch schlichtweg sagen: Das verschmuste, verspielte und voller Bewegungsdrang steckende Tierchen ist einfach mal neugierig, was schließlich keine negative Eigenschaft ist, ganz im Gegenteil.

Doch eben diese Eigenschaft birgt zugleich eine Gefahr: Sie müssen sich mit Ihrer Katze beschäftigen, denn sonst droht sie zu vereinsamen und kann sogar Depressionen aufbauen. Dafür aber kann sie Stress ganz gut ab.

Ein paar Merkmale der Abessinier-Katze: Sie gilt als elegant, schlank aber muskulös, läuft auf schmalen samtenen Pfoten. Ihr Kopf hat eine Keilform, die Zeichnung des Felles ähnelt dem Puma. Die Augen dieser Katze sind sehr wach und in der Regel bernsteinfarben bis grün.

Die Katze kann bis zu vier Kilo wiegen, der Kater ein Kilo mehr. Ihre Schulterhöhe beträgt etwa 40 Zentimeter bei einer gesamten Körperlänge von gut 60 Zentimetern.

Die Abessinier-Katze gehört zu den ältesten Rassen der Welt und ist eher selten anzufinden. Darum schreibt man ihr den Status des Geheimnisvollen zu.

Quelle

Eleganz auf vier schlanken Beinen: Die Abessinier
Wie bei den meisten Katzenrassen gibt es auch über die Entstehung und die Herkunft der Abessinier-Katzen etliche mehr oder weniger romantische Legenden. Bei ihnen sind es besonders viele, was vermutlich daran liegt, dass es sich um eine der ältesten, wenn nicht sogar die älteste aller gezüchteten Rassen handelt. „Kleine Gottheiten“ oder „Kinder der Götter“ werden sie manchmal genannt, denn eine der schönsten Legenden stellt sie als direkte Nachkommen der Katzengöttin Bastet. Die Liebhaber der Abessinier sind überzeugt, dass diese Bezeichnung zumindest auf keine andere Katzenrasse besser passt.

Tatsächlich kommt auch der Skeptiker nicht umhin, eine verblüffende Ähnlichkeit festzustellen zwischen altägyptischen Katzenstatuen und den heute gezüchteten Abys: die gleiche majestätische Haltung, die gleiche schlanke Eleganz, Harmonie und Aesthetik von der Nase bis zur Schwanzspitze. Als gesichert gilt, dass bereits vor drei Jahrtausenden Katzen mit Abessinier-ähnlicher Gestalt in menschlicher Obhut in der Gegend am Nil gelebt haben.

Zuchtgeschichte der Abessinier
Wieder einmal waren es die Engländer, denen wir die Züchtung dieser Rasse zu verdanken haben. Es wird von einer Katze mit Namen „Zula“ berichtet, die ein britischer Offizier Mitte des 19. Jahrhunderts von einer seiner Reisen aus Abessinien, dem heutigen Äthiopien, mit nach Gross Britannien gebracht hatte. Angeblich ist Zula die Stammmutter der Zucht, Beweise, die das eindeutig belegen, existieren jedoch nicht. Die erste Registrierung erfolgte 1896. In der Folge gab es einiges Hin und Her, die Züchter konnten sich nicht einmal auf einen einheitlichen Namen einigen. So finden sich Aufzeichnungen, die von Abessinier-Katzen als „British Ticks“, Ticked“ und „Bunny Cats“ (Hasenkatzen) berichten. Alle diese Bezeichnungen weisen auf die typische Besonderheit hin: das „getickte“ Fell.

Um die Jahrhundertwende gab es nur wenige Exemplare, lediglich zwölf von ihnen wurden in den Jahren 1900 bis 1905 registriert. Darunter war auch ein weibliches Tier, das die Farbbezeichnung „Silver“ (Silber) trug. 1907 wurde das erste Abessinier-Zuchtpaar nach Amerika exportiert. Die beiden Weltkriege erschwerten die Katzenzucht in Europa sehr, so dass viele Zuchttiere nach Amerika verschifft wurden, um den Erhalt der jeweiligen Rassen sicherzustellen. Glücklicherweise waren auch Abessinier dabei.

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges waren in England kaum noch Abys vorhanden. Um überhaupt weiter an der Rasse arbeiten zu können, mussten die Züchter zu Hilfe nehmen, was sich ihnen gerade bot. So gelangten unter anderem auch unregistrierte Halbabessinier, Hauskatzen und sogar Siamesen in die Abessinier-Stammbäume. Wer sich intensiv mit der Ahnenforschung beschäftigt, trifft auf Eintragungen wie „südafrikanische Wildkatze getickt“ oder „einfarbige rote Hauskatze“. Natürlich gerieten so auch eine Reihe unerwünschter Merkmale in den Gen-Pool, darunter auch das Langhaar-Gen. Da dieses versteckt getragen werden kann und unbedingt bei beiden Elternteilen vorhanden sein muss, um überhaupt sichtbar werden zu können, blieb es oft über viele Generationen hinweg unentdeckt. So mancher Züchter staunte nicht schlecht, wenn sich in einem Wurf zweier kurzhaariger Abys plötzlich ein kleines „Plüschi“ mit langem Fell befand. Über viele Jahre wurden diese Langhaar-Abessinier zumeist in Liebhaberhände gegeben. Doch es fanden sich immer mehr Menschen, die diese Langhaarkatzen besitzen wollten, so dass sie schliesslich zu einer eigenen Rasse mit eigenem Zuchtstandard erklärt wurden, den Somali. Eine Verpaarung mit einer Somali ist in der Abessinierzucht nicht gestattet – wohl aber in der Somali-Zucht. Natürlich fallen aus solchen Verpaarungen häufig auch kurzhaarige Katzen. Diese dürfen aber ebenfalls nicht in die Aby-Zucht eingebracht werden. Zur besseren Kennzeichnung werden sie im grossen amerikanischen Zuchtverband CFA als „Kurzhaar-Somali“ bezeichnet.

Katzen mit einem ganz speziellen „Tick“
Das wichtigste Merkmal dieser eleganten Schlankrasse ist die Beschaffenheit ihres Fells. Es weist im Idealfall keine Zeichnung in Form von Streifen oder Tupfen auf und ist trotzdem nicht einfarbig – man sagt, es ist getickt. Legt man ein einzelnes Haar unter ein Mikroskop, dann kann man deutlich erkennen, dass sich zwei oder drei dunkle Querstreifen darauf befinden. Immer bildet einer davon die Haarspitze. Ähnliches kannte man bis zum Auftauchen der Abessinier nur von Wildkaninchen und Hasen. Daher rührt auch der bereits erwähnte Name „Bunny Cat“ = Hasenkatze. Das für diese Fellbeschaffenheit verantwortliche Gen wurde als „Agouti“ bezeichnet, in Anlehnung an das hasengrosse amerikanische Nagetier gleichen Namens. Die Optik des getickten Fells heisst „Ticking“.

Man kennt das Agouti-Gen auch von Katzen mit Tiger- oder Tupfenzeichnung und zwar sind nur die einzelnen Haare, die die Zeichnung ausmachen, ebenfalls dunkel gebändert. Durch deren Anordnung werden dann die jeweiligen Streifen, Räder oder Tupfen gebildet. Genau diese fehlen aber bei der Abessinier, was wiederum einer speziellen Erbanlage zuzuschreiben ist, sie sind weitestgehend zeichnungsfrei. Diese Besonderheit, die aus einer spontanen Erbgutveränderung (Mutation) entsprang, ist in der Zucht so stark gewichtet, dass sie in der Bewertung mit fünfzig Prozent angesetzt wird. Kopf und Körper können dem Standard noch so sehr entsprechen, sie wiegen eine schlechte Felloptik nicht auf, ihre Gewichtung kommt zusammen genommen nur auf fünfunddreissig Prozent.

Die Zucht einer guten Aby ist schwierig, die Anforderungen an Farbe und Ticking sind sehr hoch. Streifen an Schwanz, Hals und Beinen gilt es zu unterdrücken, hingegen ist eine genau festgelegte Zeichnung im Gesicht vorgeschrieben: Ein dunkler Streifen zieht sich vom äusseren Augenwinkel zum Ansatz des Ohres, ein dunkles „M“, eingebettet in helles Fell ziert idealerweise die Stirn. Unter dem Nasenspiegel wird helles Fell verlangt, das Kinn soll heller als die Brust sein, möglichst aber nicht weiss. Letzteres wird jedoch noch toleriert, ein weisses Medaillon oder gar eine weisse Brust jedoch nicht. Bauch, Brust und die Innenseite der Beine sind heller als die jeweilige Grundfarbe beziehungsweise harmonisieren mit derselben, kein Ticking.

Die Krönung einer gut gezüchteten Abessinier bildet ein hell getönter Fleck in Daumenabdruckgrösse (in der Fachsprache Wildfleck genannt) auf der Ohrrückseite. Dieses Merkmal ist ein Relikt der wilden Vorfahren. Diese hatten wie die Grosskatzen zwei helle Flecken hinten an den Ohren, die als „falsches Augenpaar“ rückwärtige Angriffe ihrer Feinde verhindern sollten.

Kommt zu den bisher aufgezählten Merkmalen noch eine intensiv leuchtende, satte Grundfarbe hinzu, dann kann sich der Züchter glücklich schätzen. Allerdings braucht er etwas Geduld, denn die Entwicklung der Abys ist erst mit cirka zwei Jahren abgeschlossen. Kitten zeigen ein erstes Ticking ungefähr ab der sechsten Woche.

Die möglichen Farben sind überschaubar, ausser in England werden die Abys ausschliesslich in Wildfarben, Blau, Sorrel, Beige-Fawn sowie deren Silber-Varianten gezüchtet. Jeweils ist das Ticking dunkler als die Grundfarbe. Wildfarben definiert man als mahagonifarbenen Grundton mit dunkelbraunem oder schwarzem Ticking. Blau = warm beigefarbener Grund mit schieferblauem Ticking. Sorrel = schokoladen- bis rotbraunes Ticking auf orangerotem Grund und Fawn = rosa-beige mit kakaobraunem Ticking. Ausgerechnet im Mutterland der Abyzucht wurden über Fremdrassen die Farben Lilac, Chocolate, genetisch Rot, Creme, Blau-Creme und Tortie eingezüchtet, was in allen Fällen auch die Silber-Varianten wieder mit einschliesst.

Die Abessinier-Katze: Mini-Pumas mit Durchsetzungsvermögen
So anspruchsvoll wie ihre Zucht sind die Abessinier-Katzen auch in Bezug auf ihre Menschen. Dabei liegt die Betonung auf „ihre“! Hat sie einmal ihr Herz verschenkt, dann beinhaltet das für den Beschenkten ein katzenlebenslange Verpflichtung. Wann immer ihre Majestät, die Katze, es wünscht, hat ihr Mensch ihre Liebesbekundungen entgegen zu nehmen. Es gibt nichts Wichtigeres, davon ist sie felsenfest überzeugt. Und sie ist hartnäckig genug, um ihren jeweiligen Anspruch gegen alle Widerstände durchzusetzen. Sie wollen bügeln? Kein Problem, wozu haben Sie Schultern, auf denen sich ein vortreffliches Plätzchen für die grazilen Mini-Pumas regelrecht anbietet! Es gibt keinen besseren Ausgangspunkt, von dem aus sie ihr Köpfchen an Ihrer Wange reiben kann. Doch genau so gerne nimmt sie Ihren Schoss in Besitz: Ein kleiner Nimmersatt, der auch nach stundenlangem Streicheln der müden Hand von Zeit zu Zeit einen aufmunternden Stupser verpasst: „Hallo, nicht schlapp machen, ich habe noch lange nicht genug!“

Eine gut aufgezogene Abessinier ist sozial bis in die Krallenspitzen. Sie verträgt sich mit allem, Mensch, Katze, Hund. Und sie unterwirft sie sich alle, unbemerkt. Mit der allen Abys eigenen sanften Stimme, dem beinah schelmisch zu nennenden Charme strebt sie die Oberherrschaft an – und erlangt sie. Wer sich ihr allzu sehr widersetzt, der erfährt, dass dieses grazile Wesen einen eisenharten Schädel hat. Aufgeben ist eine Vokabel, die in ihrer Welt nicht existiert. Wenn man es irgendwie einrichten kann, dann sollte man die Aby in den Alltag voll mit einbeziehen, denn sie will zur Familie gehören. Dafür nimmt sie an allem Anteil, einschliesslich der jeweiligen Stimmung ihrer Menschen. Sie spürt Traurigkeit und versucht sie durch Liebesbezeugungen zu lindern, bei Erkrankungen gibt sie eine pflichtbewusste Nachtschwester ab und sie tollt ausgelassen und fröhlich, wenn alles gut läuft.

Pflegeleicht, aufgeschlossen und lange aktiv
Das feine, weiche Fell der Abessinier braucht keine spezielle Fürsorge. Bei guter, artgerechter Ernährung glänzt es von selbst und die Katze muss weder gebadet noch gekämmt werden. Dennoch geniesst sie die Aufmerksamkeit, die ihr bei einer eventuellen Bürstenmassage zuteil wird. Wie allen Kurzhaarkatzen tut ihr ein kräftiges gegen- und mit-dem-Strich-Streicheln mit angefeuchteten Händen oder Gummihandschuhen nicht nur gut, sondern es entfernt auch Staub und totes Haar.

Neuem gegenüber ist die Rasse aufgeschlossen, so lange sich das nicht in Veränderung ihrer Lebensumstände ausdrückt. Neue Gegenstände oder Menschen wecken sofort ihr Interesse. Um sich lange im gesicherten Hintergrund zu halten sind sie viel zu neugierig. Eine scheue Aby hat sehr wahrscheinlich mal ein einschneidendes Erlebnis gehabt, das sie zu übergrosser Vorsicht bewegte.

Wird sie gut gehalten, bekommt neben guter Ernährung auch Zuneigung, Aufmerksamkeit und katzengerechtes Spielzeug sowie ausreichend Kratz- und Klettermöglichkeiten, dann ist sie eine deutliche Bereicherung der Familie über viele Jahre.

Quelle

Körperbau und Aussehen
Abessinierkatzen besitzen einen keilförmigen Kopf mit anmutigen und weichen Konturen. Die Schnauze weist oft eine seichte Einbuchtung auf und ist nicht spitz zulaufend. Die relativ großen Ohren sind am Ansatz breit, an den Spitzen dagegen leicht abgerundet. Die mandelförmigen Augen liegen relativ weit auseinander. Besonders schön sind die reinen, intensiven, bernstein-, gelb- oder grünfarbenen sowie ausdrucksstarken Augen. Sein Körper fühlt sich fest an und ist gleichermaßen muskulös und geschmeidig. Der an der Basis breite Schwanz ist ziemlich lang und läuft spitz zu. Die Struktur des Felles ist flach, hautnah, fein und kurz.

Abessinier gibt es in unterschiedlichen Farbvariationen. Typisch für die Rasse ist die zwei-, ab und an auch dreifache Bänderung der Haare. Diese wird als Ticking bezeichnet, während als Agouti-Effekt die hieraus resultierende Fellzeichnung genannt wird. Agouti deshalb, weil die Zeichnung mit der von Wildkaninchen- und -hasen vergleichbar ist. Die 2 oder 3 Fellringe weisen eine typisch braune Wildfarbe auf, daneben gibt es auch Variationen in Silver, Beige-Fawn, Blue, Creme, Schildpatt und Sorrel. Das Gewicht der Kätzin beträgt 2,5 bis 4 kg, das einen ausgewachsenen Katers dagegen 3,5 bis 5 kg. Die Schulterhöhe der Abessinier liegt bei etwa 40 cm.

Charakter und Wesenszüge
Abessinier gelten als besonders lebhaft und intelligent, sind allerdings vor allem für ihre große Neugier bekannt. Weil sie demnach lieber ihre Umgebung genauestens ergründen, sind Abessinier keine typischen Schoßkatzen. In der Wohnung laufen sie gerne ihrer Bezugsperson hinterher und beobachten sie sehr intensiv. Obwohl sie gesellig und ausgeglichen sind, hat diese Katzenrasse generell den Ruf, sehr menschenbezogen zu sein. Ferner sollen sie nicht besonders stressanfällig sein, so dass sich der allgemeine Umgang als relativ unkompliziert darstellt.

Weitere rassetypische Eigenschaften sind das geringe akustische Mitteilungsbedürfnis und die gedämpfte Stimme. Gerne toben Abessinier auch mit anderen Katzen zusammen. Sie sind nicht gerne allein und langweilen sich ohne Gesellschaft. Daher wird die Einzelhaltung nicht empfohlen. Nicht selten verträgt sich die Rasse – bei entsprechender Eingewöhnung – auch hervorragend mit Hunden. Werden mehrere Katzen gehalten, übt die Abessinierkatze gerne eine dominante Stellung aus, was teilweise zu Problemen führen kann. Ansonsten haben Abessinier ein heiteres Gemüt und sind sehr temperamentvoll und verspielt.

Pflege und Gesundheit
Eine Abessinierkatze sollte am besten in einem Haus mit Garten und nicht in einer engen Wohnung gehalten werden. In der Wohnung selbst sollten ausreichend Spielmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Ein Kippfensterschutz beugt gefährlichen Verletzungen vor. Schließlich benötigt die Rasse ausreichend Auslauf. Neben dem regelmäßigen Bürsten ist aufgrund des kurzen Haares und der überschaubaren Unterwolle keine besondere Fellpflege erforderlich. Ideal ist die Verwendung einer Gummi-Bürste. Die Ernährung sollte ausgewogen und dem Alter sowie individuellem Bewegungsdrang angepasst sein. Bei entsprechender Haltung neigen Abessinier zu keinerlei bestimmten Krankheiten. Allerdings ist die Rasse mit einigen Erbkrankheiten vorbelastet, zu denen die Patellaluxation (Missbildung von Kniescheibe, -gelenk), renale Amyloidose (Stoffwechselstörung), Pyruvatkinasemangel (Form von Blutarmut/Anämie) und eine progressive Retina-Atropie (Netzhautschwund) gehören.

Quelle


Abessinierkatze

AbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatzeAbessinierkatze